Zellescher Weg kleiner? Der Widerstand wächst!

Holger Zastrow von der FDP kann die Pläne nicht nachvollziehen.
Holger Zastrow von der FDP kann die Pläne nicht nachvollziehen.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Die FDP-Fraktion hebt die Warnkelle am Zelleschen Weg. Der Rückbau-Plan von Rot-Rot-Grün hin zur einspurigen Straße sei fatal.

„Die ins Gespräch gebrachte Einspurigkeit des Zelleschen Wegs ist offensichtlich nur ein weiteres Symptom für eine groß angelegte linksgrüne Rückbauoffensive der städtischen Infrastruktur auf Kosten des motorisierten Individualverkehrs“, beklagt sich Oppositionspolitiker Holger Zastrow (46, FDP/FB).

Die jetzt geplante Variante sieht für die neue Stadtbahn ein eigenes Gleisbett, eine vierreihige Baumreihe, breite Radwege sowie jeweils eine überbreite Straße von 5,50 Meter je Fahrtrichtung vor (MOPO24 berichtete). Bislang ist die Straße zweispurig.

Tilo Wirtz (49), verkehrspolitischer Sprecher der Linken, verteidigt die Entscheidung: „Die Prüfungen der Stadtverwaltung haben ergeben, dass die gewählte überbreite Variante funktionsfähig ist, um den anfallenden Kfz-Verkehr gut abzuwickeln.

Wir haben daher auch im Interesse der Sparsamkeit die um fünf Millionen Euro kostengünstigere Variante gewählt.“

Hier könnte es irgendwann nur noch zwei-statt vierspurig heißen.
Hier könnte es irgendwann nur noch zwei-statt vierspurig heißen.

Und so denken die Dresdner darüber

Maria Riedel (30) sorgt sich um den fließenden Verkehr: „Ich glaube nicht, dass das sinnvoll ist, da die einzige Fahrbahn zu mehr Stau führen wird. Eventuell könnte der Verkehr mit auf dem Gleisbett der Straßenbahn fahren. Auch die Radler haben bereits genügend Platz, denke ich.“

Felix Reichel (24) sagt zu der geplanten Ausbauvariante: „Eigentlich ist eine Spur genug. Aber ich bin mir unsicher, wie viele Autos hier täglich fahren. Meiner Meinung nach genügt auch die Buslinie 61, so dicht, wie sie getaktet ist. Und Platz für Radler ist doch auch da.“

Judith Schache (26) fährt gelegentlich zur SLUB am Zelleschen Weg, meint: „Die einspurige Variante ist, glaube ich, eine schlechte Idee. Zu Stoßzeiten wird das eng. Meiner Meinung nach haben die Radler bislang auch schon genügend Platz.“

Jasper Dölger (20) radelt ab und an am Zelleschen Weg entlang: „Was mich stört, sind die wenigen Wege über die Straße. Wird sie einspurig, ist es noch schwieriger, die Straße zu überqueren. Ich denke, zwei Spuren sind angebracht.“

Silke Sugries (52) fährt regelmäßig mit dem Auto oder mit dem Bus zur Universität. „Ich fände die zweispurige Variante als Autofahrer sinnvoller. Gerade zu den Hauptverkehrszeiten kann ich mir das nicht anders vorstellen. Die neue Tram ist allerdings unumgänglich und notwendig.“

Fotos: Petra Hornig


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