Zoff an lila Semperoper: Rathaus-Verbot für Krebsärzte

Heute um 18 Uhr lassen Ärzte der Uniklinik die Semperoper lila erstrahlen, wollen damit ein Zeichen gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs setzen.
Heute um 18 Uhr lassen Ärzte der Uniklinik die Semperoper lila erstrahlen, wollen damit ein Zeichen gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs setzen.  © 123RF

Dresden - Es ist ein Zeichen der Zuversicht, eine Kampfansage an den tödlichen Bauchspeicheldrüsenkrebs: Am Welt-Pankreaskrebstag lassen Ärzte der Dresdner Uniklinik die Semperoper lila erstrahlen!

Nur ihren dazugehörigen Informationsstand dürfen sie nicht aufbauen - das lehnte die Stadtverwaltung ab.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der aggressivsten Krebsarten. Nur acht von 100 Patienten leben fünf Jahre nach der Diagnose noch. Bundesweit erkranken jährlich rund 17.000 Menschen - Tendenz steigend! Chirurgen der Uniklinik operieren jährlich 150 Patienten.

"Den Kampf gegen Pankreaskrebs führen nicht allein die Patienten mit ihren Angehörigen, sie kämpfen gemeinsam mit uns Ärzten, Pflegenden und Wissenschaftlern", sagt Professor Jürgen Weitz (51), Chirurg und VTG-Klinikdirektor.

Seine Behörde lehnte den Info-Stand der Ärzte ab: Straßenbauamtsleiter Reinhard Koettnitz (62).
Seine Behörde lehnte den Info-Stand der Ärzte ab: Straßenbauamtsleiter Reinhard Koettnitz (62).  © Petra Hornig

Mit seinem Ärzte-Team und Kollegen forscht er an besseren Diagnoseverfahren. Denn je früher der Krebs erkannt wird, desto besser die Heilungs-Chancen.

Um allen Betroffenen Zuversicht zu geben, lassen die Ärzte Donnerstag um 18 Uhr die Semperoper für 90 Minuten in Lila erstrahlen - der Farbe des weltweiten Aktionstages!

"Wir haben auch einen dazugehörigen Info-Stand am Theaterplatz beantragt", sagt Uniklinik-Sprecher Holger Ostermeyer (55).

Doch das zuständige Straßenbauamt von Leiter Reinhard Koettnitz (62) lehnte ab. Begründung: zu werblich. "Nach der Sondernutzungssatzung sind auf dem Theaterplatz keine Promotionsveranstaltungen zulässig", so ein Amtsmitarbeiter.

Trotz der Stand-Absage wollen die Ärzte dennoch informieren und aufklären.

Organisierte das Leuchtsignal am Opernhaus mit und informiert vor Ort: Professor Jürgen Weitz (51), Direktor der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTG).
Organisierte das Leuchtsignal am Opernhaus mit und informiert vor Ort: Professor Jürgen Weitz (51), Direktor der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTG).  © Petra Hornig

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