Riesen-Zoff um Wigman-Villa: Erst kaufen, dann verschenken?

"Villa Wigman" an der Bautzner Straße.
"Villa Wigman" an der Bautzner Straße.  © Petra Hornig

Dresden - Obwohl ein privater Investor das Wohnhaus Mary Wigmans kaufen und für die internationale Tanzwelt erhalten wollte, beschlossen Linke, Grüne und SPD, dass die Stadt die Villa kauft und sie einem anderen Verein überlässt. Das sorgte für Protest bei CDU, FDP und AfD.

Mary Wigman (1886-1973) war eine der einflussreichsten Tänzerinnen ihrer Zeit. 1920 eröffnete sie eine Schule für modernen Tanz an der Bautzner Straße 107. Diese Villa wird Dresden jetzt für 290.000 Euro vom Freistaat kaufen, damit der Verein „Villa Wigman für TANZ“ dauerhaft Probebühnen errichten und selber nutzen kann.

Das Angebot des international bekannten Tänzers Sebastian Spahn, das Haus für 300.000 Euro selbst zu kaufen und ein eigens Konzept umzusetzen, wischte die linke Mehrheit beiseite.

Das brachte FDP-Chef Holger Zastrow auf die Palme: „Immer wenn irgendwo eine Immobilie verkauft werden soll, findet Links-Grün einen Verein, der das Haus kostenlos bekommen soll“.

Ärgert sich über den leichtfertig Kauf der „Villa Wigman“: FDP-Chef Holger 
Zastrow (48).
Ärgert sich über den leichtfertig Kauf der „Villa Wigman“: FDP-Chef Holger Zastrow (48).  © Thomas Türpe

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