Verdacht bestätigt! Muss Dresdner Zoo jetzt wegen Vogelgrippe schließen?

Im Dresdner Zoo wurde bei Tieren die gefürchtete Vogelgrippe festgestellt.
Im Dresdner Zoo wurde bei Tieren die gefürchtete Vogelgrippe festgestellt.  © Eric Münch

Dresden - Der Verdacht (TAG24 berichtete) der Geflügelpest im Zoo Dresden hat sich bestätigt! Eine Ente und ein Rotschenkel sind nachweislich am Virus H5N8 gestorben. Das bestätigten die Untersuchungen des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts auf Riems. Ein weitere verdächtige Ente wird aktuell noch untersucht. Der Zoo bleibt zum Glück geöffnet!

Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena (46) war am Donnerstag sichtlich betroffen: „Für die verbliebenen Tiere und für die Pfleger bedeutet dies enormen Stress.“ Alle etwa 530 Vögel im Zoo leben seit November 2016 in abgesperrten Volieren.

Der erhöhte Stress in den Ställen hat bislang zu 30 Todesfällen geführt. Sechs Enten aus der Voliere der infizierten Ente wurden vorsichtshalber umgebracht, alle weiteren Vögel untersucht. Sie dürfen weiterleben.

„Für Zoos und Forschungsinstitute gelten Sonderregeln“, so Kerstin Normann (53), Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Landwirtschaftliche Betriebe müssen bei einem Befall bislang ihren kompletten Bestand töten. Hundertausende Tiere wurden deshalb deutschlandweit bereits frühzeitig umgebracht.

Wie sich der Virus im Zoo ausbreiten konnte, ist völlig offen. Wilde Krähen, Reiher und Enten könnten das Virus eingeflogen haben. Zoo-Chef Ukena hofft, dass der für Dresden geltende Sperrbezirk bald aufgehoben werden kann. Erst dann können seine Vögel wieder in die Außengehege.

Hunde- und Katzenhalter sind angehalten, ihre Tiere nur an der Leine auszuführen. Tote Vögel in der freien Natur sollten nicht berührt werden. Für Menschen ist das Virus H5N8 bislang ungefährlich.


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