Zu viel Rost am "Kleinen Blauen Wunder": Nächste Brücke wird nicht pünktlich fertig

Dresden - Es hakt im Großen und im Kleinen: Nicht nur am Blauen Wunder stocken die Arbeiten zur Brückensanierung.

Halbzeit: Dresdens Brückenchef Andreas Gruner (35, l.) und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne) am halbfertigen "Kleinen Blauen Wunder".
Halbzeit: Dresdens Brückenchef Andreas Gruner (35, l.) und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne) am halbfertigen "Kleinen Blauen Wunder".  © Eric Münch

Auch beim "Kleinen Blauen Wunder", beide Brücken stammen vom selben Konstrukteur, hat die Stadt Probleme. Die Radwegbrücke wird später fertig und deutlich teurer.

Eigentlich sollte die 1893 von Claus Köpcke (1831-1911) errichtete Stahlfachwerkbrücke bereits im April fertig sein und 2,4 Millionen Euro kosten. Das war nicht zu halten.

Die Verwaltung hofft jetzt, "Ende 2020" fertig zu werden. Eine Million Euro kommen obendrauf. 90 Prozent der Kosten werden vom Freistaat gefördert.

Vor allem Rost an für die Statik wichtigen Teilen machte dem 77 Meter langen Bauwerk zu schaffen. Zahlreiche Stahlteile sind auszuwechseln und zu verstärken, die alten Rollenlager zu reinigen.

Mit der Fertigstellung werden Bauarbeiter 500 Tonnen entfernte Brückenreste entsorgt, rund zehn Tonnen alten Stahl getauscht und 8 000 Quadratmeter mit neuem Korrosionsschutz versehen haben. 22 Tonnen Stahl und 200 Quadratmeter Asphalt werden neu verbaut.

Das wunderschöne "Kleine Blaue Wunder" ist einer der technischen Höhepunkte auf dem Elberadweg. "Die Querung dieser denkmalgeschützten Brücke mit Blick auf den großen Hafenkran ist ein Erlebnis für den aus Richtung Meißen kommenden Radfahrer an der Einfahrt nach Dresden“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).

Weil eine Umleitung extrem kompliziert wäre, bleibt während der Arbeiten immer eine Passage für Radler und Fußgänger offen.

Bauarbeiter nehmen sich jetzt den zweiten Teil der Stahlfachwerkbrücke vor.
Bauarbeiter nehmen sich jetzt den zweiten Teil der Stahlfachwerkbrücke vor.  © Eric Münch
Rost, überall Rost: Zahlreiche Stahlteile sind auszuwechseln und zu verstärken.
Rost, überall Rost: Zahlreiche Stahlteile sind auszuwechseln und zu verstärken.  © Eric Münch

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