Dresdens schönstes Baugrundstück unterm Hammer

Dresden - Dresdens Altstadtsilhouette ist weltbekannt. Millionen Touristen hielten sie bereits vom Königsufer aus fest!

Diesen exklusiven Blick übers Königsufer auf das Altstadtpanorama kann der künftige Eigentümer genießen.
Diesen exklusiven Blick übers Königsufer auf das Altstadtpanorama kann der künftige Eigentümer genießen.  © Holm Helis

In bester Lage kommt dort jetzt ein noch unbebautes Areal mit atemberaubenden Blick untern Hammer - selbst Canaletto sah Dresden nicht schöner! Diese Zwangsversteigerung am Dresdner Amtsgericht ist außergewöhnlich.

Es geht um zwei zusammenhängende Grundstücke an der Wiesentorstraße zwischen Augustusbrücke und Filmnächteareal - wo aktuell noch ein Wohnmobil-Parkplatz betrieben wird.

Was für eine exklusive Lage: Nebenan standen einst das Narrenhäusel und das Haus der Königlichen Kommandantur, wo 1840 Minister Bernhard von Lindenau (1780-1854) wohnte. Wo jetzt Wohnwagen parken, stand 1921 noch ein Wohnhaus.

Kleines (560 Quadratmeter) und großes Grundstück (3 889 Quadratmeter) sind insgesamt etwas größer als die Hälfte eines Fußballfeldes. Sie gehören mehreren Eigentümern. Die konnten sich offenbar nicht einigen, was künftig aus dem Areal werden soll.

Über vier Millionen Euro werden fällig

Bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht geht es um mehrere Millionen Euro.
Bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht geht es um mehrere Millionen Euro.  © Imago

Durch die Zwangsversteigerung wird die Eigentümer-Gemeinschaft aufgehoben. "Verfahrensziel der Teilungsversteigerung ist es, dass an die Stelle des in Natur nicht teilbaren Grundstückes eine unter den Miteigentümern aufteilbare Geldsumme tritt", erklärt ein Richter des Amtsgerichts.

Fällt der Hammer, können für den Käufer über vier Millionen Euro fällig werden. So viel ist das Areal laut Gutachten wert (bis 2 000 Euro/Quadratmeter). Mitbieten kann jeder. Was eine mögliche Bebauung angeht, muss der Eigentümer aber viele Auflagen beachten.

Ein kleiner Teil der Fläche ist bereits öffentlich gewidmet. Entscheidend auch der Ausgang des Ideenwettbewerbs für Königsufer und Neustädter Markt, der noch läuft. Die Versteigerung beginnt am 26. Oktober am Amtsgericht (Saal N 1.18) um 14 Uhr.

Auf den Grundstücken ist seit Jahren der Parkplatz für Wohnmobile. Aktuell ist der vermietet an eine private Betreibergesellschaft. Rechts im Bild sind Kultus- und Finanzministerium.
Auf den Grundstücken ist seit Jahren der Parkplatz für Wohnmobile. Aktuell ist der vermietet an eine private Betreibergesellschaft. Rechts im Bild sind Kultus- und Finanzministerium.  © Holm Helis
Eine Postkarte von 1921 zeigt den Blick aus der Wiesentorstraße. Wo damals noch ein Wohnhaus stand, befindet sich heute der Parkplatz.
Eine Postkarte von 1921 zeigt den Blick aus der Wiesentorstraße. Wo damals noch ein Wohnhaus stand, befindet sich heute der Parkplatz.

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