Zwickauer Straße: Autopiste oder Radschnellweg?

Dresden - Wie weiter mit der Zwickauer Straße? Die Verwaltung will die schlimme Holperpiste hauptsächlich für Autofahrer sanieren.

Nils Larsen (35) vom ADFC kämpft für einen sicheren Radweg von der Innenstadt nach Plauen.
Nils Larsen (35) vom ADFC kämpft für einen sicheren Radweg von der Innenstadt nach Plauen.  © Holm Helis

Dagegen wächst der Widerstand im Rat. ADFC und große Teile der linken Ratsmehrheit wollen lieber Dresdens ersten Radschnellweg bauen lassen.

Ende des 19. Jahrhunderts war die "Zwickauer" so etwas wie Dresdens Hightech-Standort. Firmen wie Koch&Sterzel (Röntgentechnik), Richard Greiling (Zigaretten), Seelig & Hille ("Teekanne") sowie die Chemische Fabrik Karl August Lingners siedelten sich an.

In dieser Tradition will die Stadt die Trasse zwischen Hahnebergstraße und Feldschlößchenstraße zum Gewerbestandort ausbauen. Der restliche Teil bis zur Würzburger soll als Ausweich-Route für die Chemnitzer Straße ertüchtigt werden. Dort werden mittelfristig Straßenbahnen entlangfahren.

Statt bisher 1800 Autos pro Tag könnten dann bis zu 14.000 Autos auf die Zwickauer Straße gelenkt werden. Dagegen wehren sich Grüne, Linke, SPD und ADFC. Demnach würde die Zwickauer zwar saniert. Allerdings soll auch Dresdens erster Radschnellweg Plauen mit der Innenstadt verbinden.

Für die aufwendige Anbindung an die Budapester Straße hat der ADFC jetzt eine neue Trasse unter der Brücke an der Budapester Straße ins Gespräch gebracht.

ADFC-Chef Nils Larsen (35): "Dafür und für den Schnellweg gibt es Fördermittel. Die Stadt braucht fertige Projekte, um sich rechtzeitig bewerben zu können." Das letzte Wort hat der Rat.

So könnte der Radschnellweg an der Zwickauer Straße an die Budapester Straße angebunden werden.
So könnte der Radschnellweg an der Zwickauer Straße an die Budapester Straße angebunden werden.  © Grafik: ADFC

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