Was macht denn dieses Iglu im Zwinger?

Dresden - Flanieren im Zwinger ist schwieriger geworden. Seit letzter Woche ziert ein Riesenzelt (19 Meter Durchmesser, knapp 10 Meter hoch, 700.000 Euro) die Mitte des Festareals Augusts des Starken (1670-1733).

Diese Kuppel wird ein Jahr den Zwinger zieren.
Diese Kuppel wird ein Jahr den Zwinger zieren.  © Thomas Türpe

Die Gesamtansicht auf das 300 Jahre alte Gebäude-Ensemble des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1732) ist versperrt. Dafür gibt es ab 29. Juni (für 3 Euro) im Zeltinneren andere Einblicke.

Auf einer 270-Grad-Leinwand (30 mal 4 Meter) wird das Reiterballett, wie es einst Augusts Gästen zum Anlass der Hochzeit seines Sohnes Friedrich August II. (1696-1763) mit der österreichischen Kaisertochter Maria Josepha (1699-1757) gezeigt wird, über die Leinwand reiten.

Der Grund der Kuppel-Schau: Die Arbeiten in der Bogengalerie L, in der die virtuelle Ausstellung Zwinger Xperience (Eintritt 10 Euro!) zum 300. Jubiläum der Fürstenhochzeit im September 2019 hätte eröffnet werden sollen, ziehen sich ein weiteres Jahr.

"Wir wollen den Besuchern des Zwingers in der Kuppel schon einmal die Gelegenheit geben, einen Einblick in die Ausstellung zu nehmen", so Schlösserlandchef Christian Striefler (55). Bevor diese einziehen kann, müssen im Rohbau der Bogengalerie und des Französischen Pavillons erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden.

Dazu gehört das Verlegen von Leitungen im Boden, das Austauschen der Fenster, der Bau eines Aufzugs (Kosten insgesamt: 14 Millionen Euro). Augusts "Party" im Zelt wird bis Juni 2020 zu sehen sein.

SIB-Niederlassungsleiter Ulf Nickol (53) erklärt Finanzminister Matthias Haß (52), wie es im Zwinger weitergeht.
SIB-Niederlassungsleiter Ulf Nickol (53) erklärt Finanzminister Matthias Haß (52), wie es im Zwinger weitergeht.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe

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