Das ist Dresdens Masterplan gegen den Lärm

Diese Karte zeigt die durchschnittliche Lärmbelastung in Dresden. An Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen ist es besonders laut.
Diese Karte zeigt die durchschnittliche Lärmbelastung in Dresden. An Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen ist es besonders laut.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Rund 40 000 Dresdner bekommen regelmäßig gehörig auf die Ohren. Sie müssen nachts Verkehrslärm von mehr als 55 Dezibel ertragen. Dauerhaft kann das zu Depressionen führen, das Herz kränken.

Jetzt soll der „Masterplan Lärmminderung 2014“ die schlimmsten Schallquellen lahm legen und Ruhezonen schützen.

„Lärm ist ein Umweltproblem, das besonders viele Dresdner trifft“, so Umwelt-Bürgermeisterin Eva Jähnigen ((50, Grüne). Ihr Konzept für mehr Ruhe stellte sie gestern im Ausschuss für Umwelt vor, Anfang 2016 soll es im Stadtrat verabschiedet werden.

Die schlimmste Lärmquelle ist der Straßenverkehr, besonders laut schallt Pflaster. Die alten Pflasterstraßen sollen deshalb rasch verschwinden: „Die Königsbrücker Straße steht auf dem Plan. Das muss was werden“, betonte Jähnigen gestern den notwendigen Ausbau. Ohnehin ist die Neustadt das verlärmteste Viertel der ganzen Stadt.

Weitere leise Ideen: Die Errichtung von Lärmschutzwänden in Höhe der Bahnstrecke Görlitz- Dresden zwischen der Eschenstraße und der Stauffenbergallee. Das könnte 20 Dezibel einsparen.

Außerdem stehen neue Tempolimits auf dem Prüfstand. Straßenbahnen sollen auf neuen Strecken leise Rasengleise erhalten.

Am Dienstag, dem 1. Dezember 2015, um 18 Uhr wird der Lärmaktionsplan für die Äußere Neustadt in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums, Weintraubenstraße 3, vorgestellt.

Dresdens Umwelt-Bürgermeisterin Eva Jähnigen (50, Grüne) stellte gestern den „Masterplan Lärmminderung 2014“ vor.
Dresdens Umwelt-Bürgermeisterin Eva Jähnigen (50, Grüne) stellte gestern den „Masterplan Lärmminderung 2014“ vor.
Die Neustadt ist das verlärmteste Viertel der ganzen Stadt.
Die Neustadt ist das verlärmteste Viertel der ganzen Stadt.

Fotos/Grafik: Stadt Dresden (1), Holm Helis (1), Christian Suhrbier (1)


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