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15.000 gingen mit PEGIDA auf die Straße!

Dresden - Zum 9. Mal demonstrierten am Montag die Anhänger der PEGIDA - ingesamt kamen 15.000. Doch auch 5600 Gegendemonstranten waren in der Innenstadt erwartet. MOPO24 hatte dazu einen Liveticker.

+++DAS WAR DER LIVETICKER+++

21:05 Uhr: In genau einer Stunde startet im MDR-Fernsehen die Livesendung der Reihe "Fakt ist..." zum Thema "PEGIDA, Proteste und die Politik". Lutz Bachmann war eingeladen. Nach MOPO24-Informationen sogar sieben Mal. Mündlich und schriftlich. Doch man kam nicht zusammen. Diese Gäste kommen aber: Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping | Chefin der sächsischen AfD Frauke Petry | Landrat von Bautzen Michael Harig | Politikwissenschaftler Prof. Dr. Werner J. Patzelt.

21:01 Uhr: Fazit der Polizei zum heutigen Demo-Abend. Sprecherin Jana Ulbricht: "Es ist alles friedlich geblieben. Keinerlei Ausschreitungen sind bekannt. Beide Veranstaltungen blieben störungsfrei. Der Verkehr war natürlich stark beeinträchtigt. Insgesamt waren über 1300 Polizei-Beamte im Einsatz - aus Sachsen, Thüringen und Niedersachsen."

Bei den Teilnehmer-Zahlen ist auch alles so geblieben: Insgesamt 5.600 auf Seiten der Gegendemonstranten und rund 15.000 beim PEGIDA-Bündnis.

20:45 Uhr: Manöverkritik am PEGIDA-Wagen. Lutz Bachmann ist sauer, dass es zu Beginn der Veranstaltung Technikprobleme gab. Jemand hatte zwei Stecker verwechselt. Für nächsten Montag will man nun 10.000 Kerzen auftreiben.

20:40 Uhr: Eine wütende Frau macht sich Luft und ruft einem Fernsehteam der ARD ihre Meinung zu. Das Video HIER.

20:29 Uhr: Lutz Bachmann erklärt die Veranstaltung für beendet und sagt: "Geht in Gruppen nach Hause und passt auf Euch auf... Dresden zeigt wie's geht!"

20:27 Uhr: Die Leute halten wieder ihre Handys hoch und zeigen ein Licht. Lutz Bachmann hat gerade angekündigt, dass kommenden Montag Weihnachtslieder gesungen werden sollen. Der Ort ist wegen der so stark wachsenden Masse noch komplett unklar.

20:23 Uhr: Die PEGIDA-Abschlusskundgebung hat noch immer nicht angefangen, der Zug ist zu lang, steht bis zum Straßburger Platz. Die Polizei versucht nun, die Menschen weiter zu leiten. Es gibt Durchsagen per Megaphone. Es scheint aber zu eng zu werden. Die letzten Leute ganz hinten werden nichts hören.

20:20 Uhr: Auf dem Theaterplatz werden an die noch Verbliebenen warme Getränke ausgeschenkt. Unter den Leuten heißt es, dass wohl erst im neuen Jahr weitere Gegendemos organisiert werden. Schließlich sei nächsten Montag gefühlt Weihnachten.

20:14 Uhr: Lutz Bachmann raucht wie ein Schlot. Er zieht eine Schachtel Zigaretten aus seiner Tasche. Ein Polizist staunt: "Das sind ja tschechische!" Daraufhin Bachmann: "Das ist Europa!" Es sind tschechische Mentholzigaretten.

20:11 Uhr: Auf dem Theaterplatz löst es sich gerade auf. Es wurde gesungen. Aktuell verhandeln die Verantwortlichen, ob sie mit dem gesamten Zug noch zum Bahnhof Neustadt ziehen werden.

20:00 Uhr: Der PEGIDA-Zug steht, die Spitze am Eingang zum Großen Garten (Hauptallee). Hier ist wieder der Sprecherwagen (Foto) aufgebaut. Es darf aber bezweifelt werden, dass die letzten noch etwas hören, denn der Zug ist ziemlich lang, steht bis zum VW-Werk. Die Menschen rufen derweil wieder "Wir sind das Volk!" Das Dynamo-Stadion ist in direkter Sichtweite.

19:50 Uhr: Auf dem Theaterplatz sind nun die Demo-Teilnehmer von "Dresden Nazifrei" zur Abschlusskundgebung angekommen. Hier sollen es nun 5500 sein.

19:46 Uhr: Der Zug passiert die VW-Manufaktur. Laut Polizeisprecherin Jana Ulbricht sollen es jetzt 15.000 sein.

19:43 Uhr: Es sind Menschenmassen, die jetzt über die Grunaer Straße Richtung Straßburger Platz ziehen. Aktuell wird der Zug wohl an der VW-Manufaktur in die Lennéstraße einbiegen, zum Dynamo-Stadion.

19:39 Uhr: Wohin zieht denn der PEGIDA-Zug jetzt? Hinter dem Dorint ist man links abgebogen und will scheinbar rechts in die Grunaer Straße in Richtung Volkswagen-Manufaktur.

19:36 Uhr: Die linke Gegendemo ist weitergezogen und läuft über das Terrassenufer zurück zum Theaterplatz. Auch diese Menschenmenge ist eindrucksvoll.

19:30 Uhr: Dieses Plakat ist eine Anspielung auf die Verhaftung von 40 Tunesiern vor einer Woche am Dresdner Hauptbahnhof. Zum Artikel: HIER

19:25 Uhr: Der PEGIDA-Zug hat sich in Bewegung gesetzt. Der Endpunkt der Demo ist angeblich noch nicht klar. Die Demo stolpert hinter dem Dorint-Hotel mehr oder weniger durchs Dunkle. Lutz Bachmann ist schwer genervt.

19:18 Uhr: Auch der stellvertretende Parteichef der AfD, Alexander Gauland (73), ist heute mit im PEGIDA-Zug. Er sagt: "Ich sehe keine Chaoten. Das ist eine ganz normale Demo!" Das Video im O-Ton HIER.

19:16 Uhr: Die Polizei setzt heute auch ihre Reiterstaffel ein.

19:12 Uhr: Die PEGIDA wird nun gleich Richtung Großer Garten ziehen. Also damit auch Richtung Dynamo-Stadion.

19:10 Uhr: Die Gegendemo zieht nun weiter. Allerdings stehen die beiden Lager sich nur noch 50 Meter gegenüber. Der Gegendemozug will weiter Richtung Synagoge und dann entlang an der Elbe Richtung Theaterplatz.

19:05: Auch Grüne-Chef Cem Özdemir ist da. Hat sich bei der Gegendemo vor dem Rathaus eingereiht.

18:56 Uhr: Bachmann hat seine Rede beendet. Er sagt, dass der Spaziergang heute kurz sei. Laut Polizeisprecherin Jana Ulbricht: "Es sind aktuell 10.000 Pegida-Teilnehmer. Aber der Zulauf ist weiterhin stark!" Bei der Gegendemo sollen es nun rund 5000 sein. Derweil skandieren die PEGIDA-Demonstranten nun "Lügenpresse". Wir machen unseren Liveticker aber weiter:-)

18:48 Uhr: Nach technischen Problemen am PEGIDA-Wagen (Foto), sagt Lutz Bachmann (41) jetzt endlich: "Guten Abend Dresden!" Er spricht über die Ereignisse der vergangenen Woche, kritisiert Äußerungen von Joachim Gauck (74, CDU), Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und Grünen-Chef Cem Özdemir (beide 48). Zitat: "Wir sind Menschen, die über Jahrzehnte vernachlässigt wurden! Wir sind aber nicht die Verlierer. Ihr entdeckt jetzt die Macht!" Dann wird "Wir sind das Volk!" skandiert.

18:46 Uhr: Lutz Bachmann trägt heute eine kugelsichere Weste. Das bestätigt er dem MOPO24-Reporter. Auf die Frage warum: "Muss ich ja jetzt!"

18:44 Uhr: Die Gegendemo steht nun direkt PEGIDA gegenüber. Die Polizei sichert massiv ab.

18:37 Uhr: Die Polizei trennt die beiden Lager wieder mit Dutzenden Mannschaftswagen die beiden Lager an der St. Petersburger.

18:35 Uhr: Die Spitze der Gegendemo zieht nun am Karstadt (Foto) vorbei und erreicht bald das Rathaus und die St. Petersburger. Die PEGIDA ist schon in Sichtweite.

18:28 Uhr: Die Chemnitzer Band Kraftklub hat sich den Dresdner Nazifrei-Demonstranten angeschlossen. Und sie twittern dieses Foto von ihrem "Betriebsausflug".

18:23 Uhr: Die DVB twittert: "Demo Postplatz: Stillstand für alle Linien bis auf Weiteres." Kein Wunder, der Demozug (Dresden Nazifrei) ist gerade auf dem Weg über den Postplatz.

18:18 Uhr: Mehrere Kamerateams aus verschiedenen Ländern sind heute beim PEGIDA-Sammelplatz. Auch Jenny Hill (Foto) ist da, sie ist Deutschland-Korrespondentin des BBC. Die Briten hatten schon heute einen Bericht über Dresden und die PEGIDA-Bewegung auf ihrer Web-Seite: HIER nachzulesen.

18:09 Uhr: Der PEGIDA-Treffpunkt an der Lingnerallee füllt sich.

18:06 Uhr: Auf dem Theaterplatz sind nun rund 2000 Leute, sagt zumindest die Polizei. Allerdings wirkt es wesentlich mehr, wenn man live drin steht. Auch sprach die Polizei davon, dass ein ständiger Zustrom zu verzeichnen ist. Am Ende des Abends wissen wir wieder mehr. Dann meldet die Polizei die Gesamtzahlen. Warten wir also ab...

18:01 Uhr: Die Dresdnerin Katja Kipping (36, Bundesparteivorsitzende LINKE, Foto) spricht nun auf dem Theaterplatz: "Es ist unmenschlich, wenn man Flüchtlingen nicht hilft. PEGIDA sollte sich lieber mit Rüstungskonzernen anlegen. Denn Waffenexporte führen die Flüchtlinge erst zu uns." (Interessant: Den gleichen Vorwurf macht übrigens auch die PEGIDA in Richtung Rüstungsindustrie!)

17:44 Uhr: Der Theaterplatz füllt sich. Und die Reden beginnen. Eine Frau der Undokmatischen Radikalen Antifa Dresden (URA) spricht. Sie sagt, der Rassismus sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das sei außerdem ein Ergebnis mangelnder Geschichtsaufarbeitung in der früheren BRD. Im Prinzip sei nun die ganze deutsche Asylpolitik "menschenverachtend und fremdenfeinlich".

Wenn CDU-Politiker, wie Innenminister Markus Ulbig (50, CDU) bei einem Sternmarsch wie letzte Woche teilnehmen, sei das "Heuchelei".

17:35 Uhr: Der Theaterplatz ist bereit. Hier wird die "Dresden Nazifrei"-Demo vom Neustädter Bahnhof gleich ankommen.

17:20 Uhr: In der Kreuzkirche (Foto) findet gerade ein "Friedensgottesdienst" statt. Außen an der Kirchenwand hängt ein Banner mit der Aufschrift "Für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe - BUNT unterwegs". "Im Anschluss sind alle zur Kundgebung auf den Theaterplatz eingeladen", sagt Elisabeth Naendorf von der Ökumenischen Informationszentrum Dresden. Rund 1000 Menschen sind in der Kirche.

17:13 Uhr: Der Demozug ist am Neustädter Bahnhof gestartet. Die Polizei spricht von 800 Leuten.

17:00 Uhr: Der Platz vor dem Neustädter Bahnhof füllt sich. Geschätzt sind 800 Leute da #dresdennazifrei. Die Demo-Route zum Theaterplatz (wo 17.30 Uhr eine Kundgebung stattfindet) ist dieselbe wie letzte Woche: Hainstraße, Meißner Landstraße, Augustusbrücke, Theaterplatz.

16:49 Uhr: Überraschend hat sich heute Kanzlerin Angela Merkel (60, CDU, Foto) zur PEGIDA geäußert und die gesamte Bewegung verurteilt. In Deutschland gelte zwar die Demonstrationsfreiheit, sagte sie am Montag nach einem Gespräch mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow in Berlin. "Aber hier ist kein Platz für Hetze und Verleumdung von Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen. Und deshalb muss jeder aufpassen, dass er nicht von den Initiatoren einer solchen Veranstaltung instrumentalisiert wird."

16:40 Uhr: Die Stadt Dresden verschickt gerade die Termine, an denen die Dresdner Ortsbeiräte zum Thema Asyl tagen (siehe Foto). Außerdem hat Dresden seit heute ein "Info-Telefon Asyl".

Wer Fragen zum Thema hat: Es ist ab sofort unter der 0351/4 88 11 77 geschaltet. Montags und mittwochs bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 14 Uhr. Per E-Mail unter asyl@dresden.de.

16:24 Uhr: Vor dem Bahnhof Neustadt versammeln sich die ersten Leute.

Bisher sind es ca. 100.

Die Polizeipräsenz erscheint geringer als noch vor einer Woche.

16:18 Uhr: Die Stadt gibt die Planung der aktuellen Demos heraus. Drei an der Zahl sind es heute (siehe Liste). Alles startet mit "Dresden Nazifrei" um 16.30 Uhr am Bahnhof Dresden Neustadt. Sie laufen zum Theaterplatz, wo 17.30 Uhr die Kundgebung des Bündnisses "Dresden für alle" stattfindet. Um 18.30 Uhr trifft sich dann die PEGIDA wie immer am Skaterpark Lingnerallee.

15:45 Uhr: Nach Informationen von Radio Dresden soll die Demonstrationsroute von PEGIDA vom Skaterpark über den Straßburger Platz zum Dynamo-Stadion führen, wo die Abschlusskundgebung stattfinden soll.

Hintergründe zum 9. Demo-Montag

Pegida ruft zu seiner 9. Montagsdemo auf.
Pegida ruft zu seiner 9. Montagsdemo auf.

Dresden - Zum neunten Mal ruft PEGIDA zu einem "Abendspaziergang" durch Dresden ein. Nachdem es in der vergangenen Woche nur eine stationäre Kundgebung gab, soll diesmal wieder durch die Stadt gelaufen werden.

Los gehen soll es 18.30 Uhr an der Lingnerallee. Die Behörden rechnen mit 10.000 Teilnehmern.

Auch in der Gegenseite hat das Bündnis "Dresden nazifrei" zur Demonstration aufgerugen. 16.30 Uhr versammeln sich dessen Anhänger am Bahnhof Neustadt und laufen zum Theaterplatz.

Dort soll 17.30 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung mit dem Bündnis "Dresden für alle" gehalten werden.

Im Anschluss plant "Dresden nazifrei" weiter zu ziehen und auch in Hör- und Sichtweite am Treffpunkt der PEGIDA vorbei zu kommen.

Unterdessen hat Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) in der Zeitung "Die Welt" angekündigt, mit einer Informationsoffensive in sozialen Netzwerken der PEGIDA-Bewegung zu begegnen.

"Die anhaltende Unzufriedenheit zeigt, dass der Staat noch mehr über Asylfragen und Ausländerpolitik informieren muss" sagte Ulbig der Berliner Tageszeitung "Welt" (Montagsausgabe).

"Das wollen wir mit Fakten tun, verstärkt über Facebook und Twitter."

Ob die Pegida-Bewegung wieder abebbe, hänge davon ab, wie sich die Dialogfähigkeit bei den Demonstranten entwickle. Ulbig rechnet aber damit, dass sich gleichzeitig die NPD radikalisiert, um an Profil zu gewinnen.

So berichtete MOPO24 über Vorbereitungen zum heutigen Demo-Montag.

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