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Neue Serie: Willkommen in Dresden!

Dresden - "Nu, ich bin Dresdner“, sagt Younes Bahram in breitem Sächsisch. „Ich bin lange genug hier, um auch so zu sprechen“, sagt er. Dabei stammt Younes aus einer ganz anderen Gegend dieser Welt - und ist doch längst hier zu Hause…

Dresden war schon immer weltoffen. Ob der italienische Baumeister um 1700, der schwäbische Beamte 1989 oder die chinesische Studentin 2011. Sie alle kamen, um zu bleiben. Und alle eint das Gefühl: „Wir sind Bürger dieser Stadt!“ Mit ihnen beschäftigt sich unsere neue Serie „Willkommen in Dresden“ – eine Aktion von MOPO24 und der GAGFAH.

Teil 1: Younes Bahram (47) aus der Neustadt.

Younes, der Multi-Kulti-Chef aus der Neustadt

Younes Bahram arbeitet derzeit am seinem 24. Buch. Es sind poetische Verse über Heimat, Verlust und Liebe.
Younes Bahram arbeitet derzeit am seinem 24. Buch. Es sind poetische Verse über Heimat, Verlust und Liebe.

Von Steffi Suhr

Dresden - "Nu, ich bin Dresdner“, sagt Younes Bahram in breitem Sächsisch. „Ich bin lange genug hier, um auch so zu sprechen“, sagt er. Dabei stammt Younes aus einer ganz anderen Gegend dieser Welt - und ist doch längst hier zu Hause…

Der 47-Jährige ist Kurde, seine Familie lebte in Syrien. Doch Sprache und Kultur waren verboten. Weil er dennoch kurdische Lieder sang, galt Younes als „staatsgefährdend“, war schon als Schüler im Gefängnis.

Sein Vater setzte alle Hebel in Bewegung, und so kam Younes nach dem Abitur über das Internationale Solidaritätskomitee in die DDR - nach Dresden.

„Das war 1985“, erinnert sich Younes. „Ich wohnte im Studentenheim am Großen Garten, sprach kein Deutsch, alles war neu.“

Im Supermarkt um die Ecke berät der Kurde gern seine Kundschaft.
Im Supermarkt um die Ecke berät der Kurde gern seine Kundschaft.

Er studierte Radiologie an der TU, danach Politikwissenschaften und Soziologie. Mit seinen Kommilitonen ging er auf die Straße, als sich zur Wende die Montagsdemos formierten.

Später arbeitete er als medizinisch-technischer Assistent, wurde Dolmetscher und Journalist.

„Erst nach elf Jahren wagte ich mich auf einen Besuch zurück nach Syrien“, sagt er. „Ich habe es niemandem gesagt, der Weg war abenteuerlich. Dann stand ich vor der Tür bei meinen Eltern. Sie sollten wissen, dass es mir gut geht.“

Die Freude war groß, der Ärger danach enorm. „Einer meiner Brüder musste deshalb drei Monate ins Gefängnis.“

Umso mehr setzte sich Younes hier für sein Volk ein: Er organisiert bis heute Hilfskonvois für Kurdistan, hilft bei Behördengängen.

Zahlreiche Publikationen sind von Younes Bahram erschienen - darunter auch zahlreiche in deutscher Sprache.
Zahlreiche Publikationen sind von Younes Bahram erschienen - darunter auch zahlreiche in deutscher Sprache.

Für eine kurdische Kindersendung schrieb er Lach- und Sachgeschichten. Fast zehn Jahre moderierte er ebenfalls fürs kurdische TV eine Literatur-Sendung. Denn Younes liebt Bücher - und schreibt selber: „Gedichte, Verse, Geschichten, Lieder, auf Deutsch, Kurdisch und Arabisch“, zählt er auf. Demnächst erscheint sein 24. Buch.

„Verse liegen mir am meisten“, sagt Younes, der mit seinen Reimen prompt die hiesigen Behörden irritierte. Im Jahr 2000 gab Younes im Rathaus seinen Antrag zur Einbürgerung ab.

„Im Formular dafür stand nur, dass ich einen Antrag und einen Lebenslauf schreiben muss. Wie, stand da nicht“, erzählt er lachend.

„Ich habe beides in Versform zu Papier gebracht.“ Zu viel Lyrik für deutsche Amtsstuben: Younes Bahram, der hier studierte, arbeitet, eine Familie gründete.

Younes und sein Team vom Orient-Grill an der Alaunstraße.
Younes und sein Team vom Orient-Grill an der Alaunstraße.

Dessen zwei der drei Kinder (18, 16 und 12 Jahre) bereits in Elb-Florenz geboren wurden, der schon acht deutschsprachige Bücher herausgegeben hatte, musste nicht nur nachträglich einen normalen Antrag schreiben, sondern tatsächlich auch noch zum Sprachtest!

Heute lacht er darüber: „Ich liebe Dresden. Und Verrückte gibt es überall.“ Sein Antrag wurde bewilligt.

Vor zehn Jahren eröffnete er seinen „Orient Bazar“. Einen Supermarkt in der Neustadt, in dem Landsleute und Einheimische gleichermaßen unter anderem nach Tee, Falafelzutaten oder Sesampaste stöbern.

Vor drei Monaten kam noch ein Bistro dazu. Insgesamt beschäftigt Younes acht Mitarbeiter.

„Ich bin angekommen, Dresden ist unser Zuhause. Und bissl Sächsisch kann ich ooch“, schmunzelt er.

Mein Lieblingsort in der Stadt

Younes Bahram vor seinem Lieblingsort in Dresden - der Frauenkirche.
Younes Bahram vor seinem Lieblingsort in Dresden - der Frauenkirche.

Younes Bahram stammt aus einem muslimischen Elternhaus. Er selbst fühlt sich heute keiner Konfession verbunden.

Und doch ist sein Lieblingsort ausgerechnet eine christliche Kirche: „An Dresden liebe ich die wiederaufgebaute Frauenkirche ganz besonders“, sagt Younes Bahram.

„Wenn ich auswärts war, muss ich immer erst hierher. Das ist so beruhigend. Diese Kirche ist für mich ein Symbol dafür, was Menschen alles schaffen können.“

In Dresden fand Younes übrigens Freunde aus allen Religionen und Volksgruppen: „Kurden, Jesiden, Juden, Muslime. Wir haben immer was zu feiern“, sagt Younes, der regelmäßig in seinen Partykeller lädt.

„Aber Weihnachten ist echt am schönsten. Mit Tannenbaum und Gans und so.“

Darüber mache ich mir in Dresden Sorgen

Younes Bahram als junger Mann in Syrien.
Younes Bahram als junger Mann in Syrien.

Das Bild, das die Welt derzeit von Dresden hat, gefällt Younes Bahram aktuell gar nicht.

„Die Flüchtlinge, die hierher kamen, verstehen es einfach nicht. Man gab ihnen Zuflucht, jetzt erklärt man ihnen, dass sie nicht erwünscht sind“, rekapituliert Younes die Gespräche, die er täglich mit Freunden, Familie und Bekannten führt.

„Ich kenne aber viele, die einst Flüchtlinge waren, zurückgingen und seither Geschäftsbeziehungen nach Sachsen haben. Davon profitieren doch alle.

Und auch das Dresdner Stadtleben wird doch mit ihnen bunter. Allein an der Alaunstraße werden 35 Läden von Ausländern betrieben. Das macht die Straße lebendig und unterhaltsam.

Oder die Universität? Wenn alle ausländischen Studenten verschwinden, geht auch der gute Ruf der Uni verloren. Wir Dresdner sollten uns darüber freuen, dass hier so buntes Leben herrscht.“

Im ländlichen Stetzsch zu Hause

Hier lebt Younes Bahram mit seiner Frau und den drei Kindern.
Hier lebt Younes Bahram mit seiner Frau und den drei Kindern.

Seinen Job als Multi-Kulti-Chef macht Younes Bahram in der Neustadt, wohnt aber mit seiner Frau Rihana (46) in Dresden-Stetzsch.

Der kleine Stadtteil am linken Elbufer gegenüber von Kaditz ging aus einem alten Bauerndorf hervor - und das merkt man noch heute.

„Das ist so schön ländlich und ruhig hier“, schwärmt Younes.

„Wenn ich früher in Syrien am Wochenende von der Schule in der Stadt in mein Dorf fuhr, hatte ich das selbe frohe Gefühl.“

Fotos/Repro: Petra Hornig

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