Situation an TBC-Gymnasium spitzt sich weiter zu: Wieder 21 neue Fälle

An diesem Gymnasium der HOGA in Dresden-Dobritz ist TBC ausgebrochen.
An diesem Gymnasium der HOGA in Dresden-Dobritz ist TBC ausgebrochen.  © Norbert Neumann

Dresden - Wieder neue TBC-Fälle! Die Schüler und Lehrer am Dresdner Hoga-Gymnasium in Dobritz können nicht aufatmen. Das Rathaus informierte am Dienstagabend über die nächsten positiven Testergebnisse: 21 weitere Personen haben sich infiziert.

„Die Anzahl der Personen, auf die Tuberkulosebakterien übertragen wurden, erhöht sich damit auf insgesamt 43. Die neu hinzugekommenen Fälle werden analog der vorigen Woche weiter abgeklärt. 373 Untersuchungen führten zu keinen Feststellungen“, erklärt der Leiter des Dresdner Gesundheitsamts und Amtsarzt Jens Heimann.

Seit Anfang des Schuljahres bei einer Schülerin offene TBC entdeckt wurde, testete man alle Personen, die mit ihr in Kontakt standen: Es stellte sich heraus, dass sich drei weitere Menschen mit Tuberkulose infiziert hatten, davon zwei mit offener TBC.

Erst dann wurde der Ausbruch öffentlich gemacht und weitere Personen aus der Schülerschaft und dem Kollegium untersucht, was dann auf alle 900 HOGA-Lehrer und Lernenden ausgeweitet wurde (TAG24 berichtete).

Bis zum Dienstag Dezember wurden mittlerweile bei 600 Schülern und Lehrern der HOGA-Oberschule und des HOGA-Gymnasiums an der Zamenhofstraße Blutproben entnommen.

Erst nach acht Wochen kann die TBC-Infektion sicher nachgewiesen werden

Bereits 600 Blutproben wurden entnommen. Bei insgesamt 43 Personen war das Ergebnis positiv.
Bereits 600 Blutproben wurden entnommen. Bei insgesamt 43 Personen war das Ergebnis positiv.  © DPA

Zwar bricht offene Tuberkulose nur bei jedem zehnten Infizierten aus, doch da die Inkubationszeit variabel ist, kann eine Ansteckung mit Sicherheit erst nach acht Wochen sicher nachgewiesen werden.

Für die bereits getesteten gibt es also erst weit nach Weihnachten vollkommene Klarheit - und auch dann müssen sie nochmals getestet werden. "Wir wissen um die Ängste der Lehrer, Schüler und der gesamten Stadtbevölkerung.", so Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Kaufmann vor wenigen Tagen zu TAG24.

Ob unter den 21 neuen Fällen Patienten mit offener Tuberkulose sind, steht daher noch nicht fest. Sie werden nun am Dresdner Uniklinikum behandelt, unter anderem wird die Lunge geröntgt.

TBC gilt zwar als eine der tödlichsten Krankheiten der Welt, kann jedoch in Deutschland gut behandelt werden. Sechs Monate lang muss täglich Antibiotika eingenommen werden.

Übrigens: Die Schülerin, die im September der erste TBC-Fall war, gilt mittlerweile als geheilt und zählt nicht mehr zu den zwei ansteckenden Fällen.

Informationen zur Krankheit und Antworten auf dringende Fragen findet Ihr hier.


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