Baubeginn noch in diesem Jahr: "Dresdner Bahn" rollt bald an

Bisher müssen ICE, IC, EC, RE und RB auf die "Anhalter Bahn" ausweichen. Längere Fahrzeiten sind die Folgen auf den Weg nach Dresden oder Prag.
Bisher müssen ICE, IC, EC, RE und RB auf die "Anhalter Bahn" ausweichen. Längere Fahrzeiten sind die Folgen auf den Weg nach Dresden oder Prag.  © DPA/DB Netz AG

Berlin - Nach zwei Jahrzehnten Planung soll noch in diesem Jahr der Bau der Bahntrasse "Dresdner Bahn" in Marienfelde und Lichtenrade (beides Tempelhof) beginnen.

Wie die Deutsche Bahn am Dienstag offiziell mitteilte, soll die Strecke künftig vom Hauptstadtflughafen bis zum Hauptbahnhof führen und dank einer eigens eingerichteten Expresslinie in nur 20 Minuten zu bewältigen sein. Laut Plänen der Bahn sollen dann im 15-Minuten-Takt Züge zwischen Berlins Mitte und BER rollen.

Zusätzlich sollen auch Fahrgäste zwischen Berlin und Dresden von der Wiederbelebung der "Dresdner Bahn" profitieren. Die Fahrt zwischen den beiden Städten soll sich von zwei auf eineinhalb Stunden verkürzen. Die vorhandenen S-Bahn-Gleise müssen für die neuen Fernbahngleise jedoch teilweise verlegt werden. Dies bedeutet abschnittsweise auch baubedingte Unterbrechungen auf der S-Bahnlinie 2. Unterführungen sollen Bahnübergänge ersetzen und den Verkehrsfluss in den betroffenen Gebieten verbessern.

Nach der Strecke durch Lichtenrade hat das Eisenbahn-Bundesamt nun auch den gut sechs Kilometer langen Abschnitt vom Schöneberger Insulaner bis zum Schichauweg genehmigt, wie die Bahn mitteilte. Gegen den Lichtenrader Abschnitt sind jedoch noch Klagen offen, über die das Bundesverwaltungsgericht voraussichtlich im Juni entscheidet.

Anwohner hatten zum Lärmschutz einen Tunnel durch den Ortsteil gefordert. Setzt sich die Bahn durch, will sie im Oktober die ersten Arbeiten für die insgesamt 16 Kilometer lange oberirdische Neubaustrecke zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde beginnen.


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