Eislöwen nach Gratton-Rauswurf in der Kritik! Muss Barth jetzt auch gehen?

Dresden - Am Freitag ist Derby-Time in Dresden. Die Dresdner Eislöwen empfangen um 19.30 Uhr die Eispiraten aus Crimmitschau. Doch wer sitzt da als Cheftrainer hinter der Dresdner Bande, nachdem Brad Gratton am Dienstag beurlaubt wurde?

Brad Gratton (l.) musste nach vier Pleiten in vier Spielen gehen. Co-Trainer Petteri Kilpivaara übernimmt vorerst das Training.
Brad Gratton (l.) musste nach vier Pleiten in vier Spielen gehen. Co-Trainer Petteri Kilpivaara übernimmt vorerst das Training.  © Eric Münch

Die Verantwortlichen teilten es dem 49-Jährigen am Vormittag mit.

Später hieß es in einer Mitteilung lediglich: "Die Eislöwen zeigen Reaktion auf den enttäuschenden Saisonstart und beenden die Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer. Die Leitung des Trainings übernimmt bis auf Weiteres der Co-Trainer Petteri Kilpivaara. Ihm zur Seite stehen Athletiktrainer Niels Böttger und Torwarttrainer Anton Lukin."

Laut TAG24-Informationen reagieren die Bosse dabei nicht nur auf die vier Pleiten in vier Spielen und den damit verbundenen letzten Tabellenplatz. Zwischen dem Team und Gratton soll es richtig gekracht haben.

Beschwerden über den Kanadier waren an der Tagesordnung. Dies erklärt den rapiden Leistungsabfall zwischen den guten Vorbereitungsspielen und dem Saisonstart. Warum es zum Eklat kam, darüber wollte keiner etwas sagen.

Bezeichnend ist allerdings, dass der zuständige Sport-Geschäftsführer Thomas Barth in der Mitteilung nicht zitiert wird. Mit ihm saßen die Gesellschafter am Nachmittag zusammen.

Jiri Ehrenberger, Bill Stewart oder Hannu Järvenpää: Wer wird neuer Trainer der Dresdner Eislöwen?

Die Eislöwen legten wir hier Nick Huard (r.) buchstäblich eine Bruchlandung in die Saison hin.
Die Eislöwen legten wir hier Nick Huard (r.) buchstäblich eine Bruchlandung in die Saison hin.  © Lutz Hentschel

Gut möglich, dass er ebenfalls seinen Hut nehmen muss. Schließlich hat Barth zusammen mit Gratton das Team zusammengestellt, welches sich jetzt gegen den Trainer stellte.

Bereits im Februar 2019 gab es Gedankenspiele, mit dem Duo nicht in die neue Saison zu gehen. Immerhin hatten die Eislöwen nur mit Ach und Krach die Pre-Play-offs erreicht.

Verhandlungen mit Kevin Gaudet als neuen Coach wurden damals geführt. Doch durch den späteren Halbfinaleinzug der Eislöwen hielt man an Barth und Gratton fest.

Gaudet ist jetzt nicht mehr auf dem Markt, der Kanadier trainiert erfolgreich Liga-Konkurrent Bad Tölz. Als möglicher Gratton-Nachfolger ist Jiri Ehrenberger (coachte zuletzt Ravensburg) im Lostopf, aber auch Ex-Eislöwen-Coach Bill Stewart oder Ex-Füchse-Trainer Hannu Järvenpää.

Ziel der Dresdner ist es, am Freitag zum Derby einen neuen Chefcoach zu haben. Mit einem Sieg gegen Crimmitschau soll dann der Bock umgestoßen werden.

Jiri Ehrenberger (r.) ist derzeit ohne Job und könnte bei den Eislöwen seine Erfahrung einbringen.
Jiri Ehrenberger (r.) ist derzeit ohne Job und könnte bei den Eislöwen seine Erfahrung einbringen.  © Thomas Heide
Bill Stewart stand anderthalb Jahre hinter der Bande bei den Eislöwen. Kann er zu einen Comeback überredet werden?
Bill Stewart stand anderthalb Jahre hinter der Bande bei den Eislöwen. Kann er zu einen Comeback überredet werden?  © Lutz Hentschel
Die Eislöwen-Geschäftsführer: Thomas Barth (r.) ist fürs Sportliche zuständig, Maik Walsdorf der Kaufmann.
Die Eislöwen-Geschäftsführer: Thomas Barth (r.) ist fürs Sportliche zuständig, Maik Walsdorf der Kaufmann.  © Lutz Hentschel

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