Erreichen des Halbfinals vernebelt Eislöwen nicht die Sinne!

Dresden - Fehlstart, Achterbahnfahrt mit dem späten Aus im Play-off-Halbfinale: Eine irre, aber erfolgreiche Eislöwen-Saison ist zu Ende.

Marco Eisenhut steht auch in der kommenden Saison im Eislöwen-Kasten.
Marco Eisenhut steht auch in der kommenden Saison im Eislöwen-Kasten.  © Lutz Hentschel

Coach Bradley Gratton freut sich jetzt auf die Fan-Party im Löwenkäfig am Freitag (ab 18.30 Uhr) und dann auf zehn Tage Urlaub auf einer Insel ohne Handynetz ...

Seine DEL2-Reise mit dem neuen Team geht für den Kanadier ab August in Dresden weiter. Jetzt war Zeit für ein Fazit.

Seine größte Erkenntnis aus den zurückliegenden fünfeinhalb Monaten: "Manchmal musst du im Leben verlieren, um zu gewinnen." Was Gratton in dieser Saison gelernt hat, war "so viel wie noch nie zuvor".

Nach dem K.o. gegen die Frankfurter Löwen meinte der 48-Jährige, dass die Hessen ein Vorbild für ihn sind: "Sie haben keine wirklichen Top-Stars, aber die Mischung aus jungen und alten Spielern sorgt für ein gutes Gefüge. Alle ziehen an einem Strang."

Dies möchte er für kommende Saison bei den Eislöwen erreichen. Die Kaderplanung läuft. Verraten wurde am Mittwoch nur, dass Keeper Marco Eisenhut bleibt.

Eine wichtige Personalie! "Mit den anderen Spielern sprechen wir aktuell, deshalb werden wir auch noch nicht sagen, wer uns verlassen muss", so Gratton.

Jordan Knackstedt ließ mit seinem Treffer am Dienstagabend die Eislöwen-Fans nochmal auf einen Sieg gegen Frankfurt hoffen, am Ende reichte es nicht. Der Kanadier war das Gehirn des Teams, machte 98 Punkte und es wäre wichtig, wenn er ein Dresdner bleibt.
Jordan Knackstedt ließ mit seinem Treffer am Dienstagabend die Eislöwen-Fans nochmal auf einen Sieg gegen Frankfurt hoffen, am Ende reichte es nicht. Der Kanadier war das Gehirn des Teams, machte 98 Punkte und es wäre wichtig, wenn er ein Dresdner bleibt.  © Lutz Hentschel

Sein Boss, Thomas Barth, redete aber auch nicht um den heißen Brei herum. "Das Saisonergebnis ist gut, aber der Weg dahin war sehr schwierig. Wir lassen uns vom Erreichen des Halbfinales nicht die Sinne vernebeln. Wir haben Baustellen, die wurden auch gegen Frankfurt deutlich", so der sportliche Geschäftsführer.

"Das sind für mich die Themen Geschwindigkeit, defensive Stabilität und Verkehr vorm Tor. Da müssen wir ran."

Und eins brennt ihm richtig unter den Nägeln: "Wir haben sieben von acht Derbys verloren. Wir brauchen da andere Auftritte. Auch wenn wir jetzt im Halbfinale waren, wir haben 4:11 in Crimmitschau verloren." Der Stachel sitzt!

Dass trotz der Achterbahn-Reise am Ende der Funke vom Eis aufs Publikum übergesprungen ist, dies wollen die Eislöwen in die neue Saison mitnehmen.

Die Stimmung in den Play-off-Spielen war überragend. Und so kann der Zweitligist nach 66 Partien mit fast 30.000 Bus-Kilometern auch dank fast 85.000 Zuschauern in der Saison feststellen: Ende gut, alles gut!

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