Einer kämpfte für den anderen: Eislöwen-Teamgeist stimmt

Dresden - "Einer für alle, alle für einen!" Mit diesem berühmten Motto der drei Musketiere haben die Dresdner Eislöwen am Wochenende sechs Punkte eingefahren. Platzt so der Knoten?

Eislöwen-Stürmer Harrison Reed (l.) hatte unzählige Chancen am Sonntag, aber die Scheibe wollte partout nicht ins gegnerische Tor.
Eislöwen-Stürmer Harrison Reed (l.) hatte unzählige Chancen am Sonntag, aber die Scheibe wollte partout nicht ins gegnerische Tor.  © Eric Münch

Am Sonntag lief die 54. Minute im Heimspiel gegen Kaufbeuren. Ein Joker-Stürmer setzte zum Schlagschuss an.

Vor Eislöwen-Keeper Marco Eisenhut war alles frei, plötzlich warf sich Löwen-Stürmer Steven Rupprich in den Schuss und bekam den Puck voll auf den Oberschenkel.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb er erstmal liegen, rappelte sich auf und kämpfte sich zur Bank. Aber keine Minute später stand "Ruppi" wieder auf dem Eis und half mit, den 2:1-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren über die Zeit zu bringen.

"Ich glaube, dieses Wochenende war ein Zeichen. Dass wir eine Mannschaft sind, die zusammen arbeiten und halten will", so der 29-Jährige.

"Nach den Rückschlägen, die wir hatten, wenn wir uns auf diese Art und Weise rauskämpfen, können wir etwas Großes erreichen."

Die Feinheiten müssen aber besser werden. Die Abschlussquote gehört dazu. Am Wochenende brauchten die Eislöwen im Schnitt zwölf Torschüsse für einen Treffer.

Ein Paradebeispiel dafür ist Harrison Reed. Der Kanadier hat zwar drei Tore und neun Vorlagen in zehn Spielen gemacht, aber Chancen reihenweise versiebt.

Am Sonntag tat der 30-Jährige einem schon fast leid, wie unermüdlich er sich Chancen erarbeitete, aber nicht belohnt wurde.

Steven Rupprich (r.) stellte sich wie der Rest der Eislöwen in den Dienst der Mannschaft.
Steven Rupprich (r.) stellte sich wie der Rest der Eislöwen in den Dienst der Mannschaft.  © Eric Münch