Freiluft-Spektakel! Eislöwen ringen Füchse im großen Winterderby nieder

Dresden - Der Wind wehte eisig mit bis zu 25 km/h. Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet. Das Sachsenderby zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen war im Rudolf-Harbig-Stadion nichts für Weicheier. Am Ende gewannen die Gastgeber das Freiluft-Spektakel mit 5:3 (1:2, 2:1, 2:0).

Rudelbildung: Die Eislöwen und Füchse gerieten aneinander.
Rudelbildung: Die Eislöwen und Füchse gerieten aneinander.  © Lutz Hentschel

16.11 Uhr flog der Eröffnungsbully fürs Hockey-Open-Air zwischen den Eislöwen und den Füchsen. Die Gäste hatte wieder eine Choreografie samt Bengalo-Feuer aufgeboten.

Im Eislöwen-Block grüßten eine blau-weiße Fahne und gefühlt die 4.412 Zuschauer, die normalerweise in der Eishalle das Spiel verfolgen.

Insgesamt war die Arena zu diesem Zeitpunkt - trotz ausverkauftem Haus (32.000!) - nicht rappelvoll. Grund: Die Fans von Sparta Prag und Litvinov fehlten noch, deren Duell begann ja erst 19.30 Uhr. Die Stimmung war trotzdem stark.

Und so ging auf dem Eis gleich nach dem ersten Bully die Post ab, auch wenn die Scheibe nicht so wie gewohnt rutschte.

"Sie hat ganz schön geklebt", verriet Eislöwen-Kapitän Thomas Pielmeier in der ersten Drittelpause. Und dieses "Fehlverhalten" der Hartgummischeibe gab dem Spiel die Würze.

Die "Hausherren" gaben zu Beginn den Ton an. Nachdem Jordan Knackstedt (5.) vom Bullykreis abzog, führten die Dresdner.

Dresdner Eislöwen trotzten den Füchsen und dem stärker werdenden Regen

Eislöwen-Goalie Marco Eisenhut (Zweiter von rechts) pariert gegen Fuchs Luis Rentsch (l.).
Eislöwen-Goalie Marco Eisenhut (Zweiter von rechts) pariert gegen Fuchs Luis Rentsch (l.).  © Lutz Hentschel

Aber dank zweier Überzahltreffer von Mychal Monteith (7.) und Darcy Murphy (14.) drehten die Füchse die Partie.

Doch die Eislöwen hätten ausgleichen-, gar in Führung gehen müssen. Kevin Lavallee (14.), Mario Lamoureux (15.) Knackstedt (17.) und Petr Pohl (17.) hatten 100-prozentige Chancen.

Nach der Pause sorgte Dale Mitchell (23.) fürs 2:2. Mike Hammond (33./Füchse) und Lamoureux (37./Eislöwen) sorgten im immer stärken werdenden Regen fürs 3:3 vorm Schlussdrittel.

In der Pause wurde versucht, mit Schneeschiebern das Wasser von der Eisfläche zu schippen.

Parallel versuchte das DJ-Duo Stereoact, mit dem Karel-Gott-Ohrwurm "Fang das Licht" es den Zuschauern es etwas warm ums Herz zu machen.

Tausende Handy-Lampen sorgten für die passende Untermalung. Und da hatte sogar der Wettergott ein Einsehen. Es hörte auf zu regnen.

Die besseren Bedingungen machten das Spiel flotter und Knackstedt (47.) fasste sich ein Herz, nachdem die Scheibe vor seinen Füßen landete.

Dresdner Eislöwen entscheiden die Partie gegen die Lausitzer Füchse Weißwasser für sich

Am Ende behielten die Dresdner Eislöwen mit 5:3 die Oberhand.
Am Ende behielten die Dresdner Eislöwen mit 5:3 die Oberhand.  © Lutz Hentschel

Da zog der Eislöwe trocken ab und machte die Dresdner Fans mit dem 4:3-Führungstreffer happy.

Drei Minuten später stocherten die Füchse vorm Kasten von Marco Eisenhut. Der wurde dadurch beim Versuch, die Scheibe festzuhalten, so gestört, dass der Puck über die Linie rutschte.

Doch Schiri Alfred Hascher entschied sofort: kein Tor!

Fünf Minuten vorm Ende stimmte der DJ endlich Babicka von Karel Gott an. Das taute jetzt die Zuschauer auf und es wurde stimmungsvoll trotz Eiseskälte.

Die Füchse-Fans skandierten. "Auf geht's, Weißwasser Jungs, schießt ein Tor für uns". Doch dem Team von Corey Neilson fiel wenig ein.

Die Hausherren weiter gefährlicher. In der Schlussminute nahmen die Weißwasseraner den Goalie raus und Knackstedt sagte danke - 5:3! Die Eislöwen hatten somit auch das zweite Winterderby gegen die Füchse gewonnen ...

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