Eislöwen-Fans sauer nach 3:6-Pleite: "Blankes Entsetzen"

Dresden - Nach dem zweiten Drittel gingen die ersten Fans. In der Nordkurve wurden die Banner abgehängt und durch eins mit den Worten "Blankes Entsetzen" ersetzt. Das sagte alles über den Auftritt der Dresdner Eislöwen bei der 3:6-Pleite (0:1, 0:4, 3:1) gegen die Ravensburg Towerstars.

Betretene Gesichter bei den Eislöwen Toni Ritter und Timo Walther.
Betretene Gesichter bei den Eislöwen Toni Ritter und Timo Walther.  © Lutz Hentschel

Die ersten Minuten agierten sie noch okay, aber dann waren die Hausherren vor mageren 1826 Zuschauern nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Traten sie in Heilbronn noch mit "viel Leidenschaft und Energie" auf wie Coach Rico Rossi fand, war der Auftritt diesmal blutleer, ängstlich.

In der 16. Minute hatten die Gäste die Löwen bereits fast drei Minuten in ihrem Drittel eingeschnürt.

"Wir haben so viele Stockfehler beim Spielaufbau gemacht", haderte Eislöwen-Stürmer Steven Rupprich.

Es war zum Haare raufen, wie die dilettantischen Passversuche immer am Gegner hängen blieben und der so Druck auf den Kasten von Marco Eisenhut machen konnte.

Die Folge: Patrick Seifert (16.) nahm freistehend Maß und netzte zum 0:1 ein.

David Zucker (25.), Tero Koskiranta (30.), Andreas Driendl (32.) und Vincenz Mayer (36.) schraubten den Spielstand aus Sicht der Löwen auf 0:5.

Dresdner Eislöwen kommen heran, doch die Ravensburg Towerstars sorgen für die Entscheidung

Nach dem 0:3 holten die Eislöwen-Fans dieses Banner raus. Der Auftritt ihrer Mannschaft passte perfekt dazu.
Nach dem 0:3 holten die Eislöwen-Fans dieses Banner raus. Der Auftritt ihrer Mannschaft passte perfekt dazu.  © Lutz Hentschel

Dass kurz vorm fünften Treffer die Dresdner jubelten, nachdem der Puck im Tor der Ravensburger war, geschenkt.

Der Treffer zählte zurecht nicht. Dale Mitchell hatte die Scheibe schön frei vor Olafr Schmidt serviert bekommen. Doch der Schuss war zu schwach und so bekam der Keeper der Towerstars den Handschuh vor der Linie drauf.

Nick Huard schob dessen Hand dann über die Linie. Nach Sichtung des Videobeweises war auch den Schiris klar, irregulär.

Nick Huard (41./50.) und Thomas Pielmeier (55.) machten es zwar kurzzeitig spannend, aber Thomas Merl (56.) sorgte für die Entscheidung - 3:6.

"Das war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Wir waren weit, weit weg von der Leistung aus dem Heilbronn-Spiel", fand Dresdens Coach Rico Rossi klare Worte.

"Wir müssen jetzt alle auf uns schauen." Und so die Ursache für den schwächsten Auftritt der Saison finden.

Die Eislöwen verloren auch gegen die Ravensburg Towerstars.
Die Eislöwen verloren auch gegen die Ravensburg Towerstars.  © Lutz Hentschel

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