Das war 2019: Die Dresdner Feuerwehr zieht Bilanz

Dresden - Heiße Zeiten und "Schwerlast-Transporte" beschäftigten die Dresdner Kameraden der Berufsfeuerwehr im Jahr 2019. Fehlendes Wasser zwingt auch die Feuerwehr zu neuen Schritten.

Marek Büttner (38) von der Stadtteilfeuerwehr Gompitz vor dem neuen Tanklöschfahrzeug, das 4000 Liter Wasser fasst.
Marek Büttner (38) von der Stadtteilfeuerwehr Gompitz vor dem neuen Tanklöschfahrzeug, das 4000 Liter Wasser fasst.  © Steffen Füssel

"Es war ein sehr ereignisreiches Jahr", fasst Feuerwehrchef Andreas Rümpel (60) zusammen. Der heiße Sommer 2019 hielt die Kameraden auf Trab.

157.104 Einsätze gab es, davon bestritt 150.332 Fälle allein der Rettungsdienst. Diese Zahl steigt stetig, weil auch die Krankentransporte zunehmen:

Grund ist die demografische Entwicklung und der Bevölkerungszuwachs.

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Aber es kommt noch "dicker": Immer häufiger sehen sich die Kameraden mit dem Transport schwergewichtiger Menschen (über 100 Kilo) konfrontiert.

Waren es 2018 "nur" 278 Transporte, die mit dem Rettungswagen für Übergewichtige transportiert wurden, stieg die Zahl um 10,8 % auf 308 Fälle.

"Das wird jedes Jahr mehr und wird zum Problem, wenn Gefahr im Verzug ist", so Rümpel.

In dem Spezialauto ist nicht nur mehr Platz, auch die Trage ist bis 300 Kilo ausgelegt. Gestiegen ist auch die Zahl der Brände um 2,6 % auf 2131 sowie die Zahl der Fehlalarme (+3,9 %) auf 1171.

Brummender Staubsauger löste

Der Rettungswagen für Übergewichtige hat mehr Platz. Er ist immer öfter im Einsatz.
Der Rettungswagen für Übergewichtige hat mehr Platz. Er ist immer öfter im Einsatz.  © Wilfried Klahre/Feuerwehr Dresden

Außer den sechs Hilfslöschfahrzeugen, die für die Berufsfeuerwehr angeschafft wurden, bekamen gestern die Stadtteilfeuerwehren Gompitz, Klotzsche und Weißig je ein neues Tanklöschfahrzeug für 4000 Liter Wasser, das bei schlechter Löschwasserlage zum Einsatz kommt.

Rümpel verrät Zukunftsvisionen: "Wir planen eine neue Rettungswache an der Zamenhofstraße in Leuben."

Den skurrilsten Einsatz hatten die Kameraden an einer erwärmten Wohnungstür, hinter der es seit Tagen brummte und bei Hausbewohnern Nervosität auslöste.

Dort lief ein herrenloser Staubsauger.

Titelfoto: Steffen Füssel

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