Dresdner Forscher entdecken neue Schildkrötenart und schlagen Alarm

Dresden - Sächsische Wissenschaftler haben eine neue Schildkrötenart entdeckt und gleichzeitig Alarm geschlagen.

So sieht sie aus, die neu entdeckte Flecken-Weichschildkröte (Pelodiscus variegatus).
So sieht sie aus, die neu entdeckte Flecken-Weichschildkröte (Pelodiscus variegatus).  © DPA

Denn die in Nordvietnam und China nachgewiesene Flecken-Weichschildkröte sei akut vom Aussterben bedroht, teilte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mit.

„Der etwa 23 Zentimeter lange gelb-graue Panzer dieser Schildkrötenart weist eine sehr auffällige Zeichnung mit großen grün-schwarzen Flecken auf“, erklärte Uwe Fritz von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen in Dresden. Diese morphologische Besonderheit habe die Tiere als bisher unbeschriebene Art entlarvt. Im Unterschied zu den meisten Schildkröten haben Weichschildkröten keinen harten hornbedeckten Panzer, sondern einen flexiblen Lederpanzer.

Gefahr drohe der Flecken-Weichschildkröte durch die Vernichtung ihres Lebensraumes und die Fischerei, warnt der Wissenschaftler.

Hintergrund: Weichschildkröten sind ein Bestandteil der ostasiatischen Küche. In Nordvietnam sei zudem offenbar auch noch eine fremde Art angesiedelt worden, die in Konkurrenz zur Flecken-Weichschildkröte treten und sie möglicherweise verdrängen könnte, so Fritz.

Der Schildkröten-Experte Professor Uwe Fritz von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden beschrieb jetzt erstmals eine neue Art.
Der Schildkröten-Experte Professor Uwe Fritz von den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden beschrieb jetzt erstmals eine neue Art.  © PR

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