Dresdner Forscherin (†59) auf Kreta getötet: Steht der Fall kurz vor der Aufklärung?

Dresden - Die Suche nach dem oder den Mördern von Suzanne Eaton (†59) lief auch am heutigen Sonntag auf Hochtouren. Der Kreis der Verdächtigen ist kleiner geworden.

In dieser Höhle wurde die Leiche der ermordeten Biologin entdeckt.
In dieser Höhle wurde die Leiche der ermordeten Biologin entdeckt.  © Flashnews.gr

Die Polizeibehörden sind nah dran, drei bis vier Personen zählen mittlerweile zu den Hauptverdächtigen. Darunter sind sowohl Griechen als auch Ausländer. Das berichtet zarpanews.gr.

In den vergangenen Tagen wurden DNA-Spuren unter den Nägeln und an der Kleidung der ermordeten Wissenschaftlerin gesichert, Verdächtige wurden befragt sowie DNA-Proben entnommen.

Mobilfunksignale vom Tag der Tat in wurden in Absprache mit den Anbietern untersucht.

Das Tatgebiet ist eingegrenzt worden: Laut griechischer Medien wurde die Forscherin des Dresdner Max-Planck-Instituts von einer Augenzeugin in der Nähe des Dorfes Afrata, 4,5 Kilometer vom Fundort entfernt, gesehen.

Etwa zwei Kilometer von dem Dorf entfernt - so vermutet die Polizei - hat Suzanne Eaton ihren Mörder oder die Mörder getroffen.

Reifenspuren in Höhlennähe weisen darauf hin, dass der Fundort nicht der Todesort ist. Sicher ist: Suzanne Eaton wurde schon wenige Stunden nach ihrem Verschwinden durch Ersticken getötet. Laut Angaben der griechischen Polizei soll sie versucht haben, sich zu wehren. Auch wurden Stichverletzungen an ihrem Körper gefunden.

Die Polizei fokussierte zudem ihre Suche auf die Neonazi-Szene von Kreta, wie "Daily Mail" berichtet. Grund ist die Annahme, dass sich in den von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg eingerichteten Höhlen auskennen, weil dieser Szene der Handel mit Kriegserinnerungsstücken zugeschrieben wird.

Die gebürtige US-Amerikanerin hatte an einem Expertentreffen in der Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 2. Juli nicht mehr vom Joggen zurückgekehrt.

Suzanne Eaton (†59) forschte am Max-Planck-Institut in Dresden.
Suzanne Eaton (†59) forschte am Max-Planck-Institut in Dresden.  © DPA
Die Polizei hat das Gebiet des Leichenfundes weiträumig gesichert. Die Ermittler scheinen nun kurz vor der Verhaftung von Verdächtigen zu stehen.
Die Polizei hat das Gebiet des Leichenfundes weiträumig gesichert. Die Ermittler scheinen nun kurz vor der Verhaftung von Verdächtigen zu stehen.  © Zarpa News

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