Dresdner kämpft in Kenia gegen Fluchtursachen

Bildung ist in Kenia nicht so wichtig. Kinder gehen durchschnittlich 2,8 Jahre zur Schule.
Bildung ist in Kenia nicht so wichtig. Kinder gehen durchschnittlich 2,8 Jahre zur Schule.

Von Antje Meier

Dresden - André Reif (36) will Probleme an der Wurzel packen. Deshalb reist er für den Dresdner Verein „Akifra“ zwei Wochen nach Kenia, um sich dort für mehr Bildung einzusetzen. Im Gepäck hat er auch viele Geschenke.

Von Berlin über Istanbul nach Nairobi: Für André Reif hat am Samstag ein großes Abenteuer begonnen. Denn es ist seine erste Reise nach Afrika.

Und dann gleich mit einem großen Ziel: „Wir wollen zeigen, dass Dresden nicht nur aus PEGIDA-Anhängern besteht, sondern es auch Dresdner gibt, die sich aktiv und direkt einsetzen, um Flüchtlingsursachen entgegenzutreten“, erklärt der Unternehmensberater seine Beweggründe.

Die Reise nach Kenia zahlt er selbst.

Maren Knothe (27, l.), Teamleiterin des Dresdner Unternehmens e-dox, sponsert André Reif und Marlen Wenzel vier Kopierer für die Schulen in Kenia.
Maren Knothe (27, l.), Teamleiterin des Dresdner Unternehmens e-dox, sponsert André Reif und Marlen Wenzel vier Kopierer für die Schulen in Kenia.

An seiner Seite ist Marlen Wenzel (35), Lehrerin an der 15. Grundschule in der Dresdner Neustadt. Bei einem Kuchenbasar sammelte sie im Vorfeld mit Kindern und Eltern 240 Euro, die in Lehrmaterialien für die kenianischen Kinder flossen.

„Dort fehlt es an allem. Wir nehmen neben Unterrichtsmaterialen auch Kopierer mit, damit die Lehrer Lehrmaterialien erstellen können“, sagt André Reif.

So werden die Sachsen in den kommenden zwei Wochen in die Orte Kisumu und Taveta reisen. Dort sprechen sie mit den Ortsvorstehern und besuchen jeweils zwei Schulen.

„Die Lernmethoden sind dort eher noch geprägt von Vorsagen-Nachsprechen. Wir vermitteln dort alternative Lernmethoden – aber nicht von oben herab, sondern im Austausch mit den Lehrern“, erzählt der Dresdner.

Fotos: Petra Hornig, imago/McPHOTO/Ingo Schulz


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