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Dresdner Krebsforscher wird Deutschlands oberster Lebensretter

Seit dem 1. November ist Prof. Michael Baumann (53) Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und damit an der Spitze der deutschen Krebsforschung.

Von Antje Ullrich

Dresden - Am 1. November rückte Prof. Michael Baumann (53) als Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg an die Spitze der deutschen Krebsforschung. Zuvor war der Radioonkologe über 20 Jahre in Dresden tätig, leitete unter anderem die Strahlentherapie am Universitätsklinikum. Wir sprachen mit ihm über Abschied, neue Aufgaben und die Krebsforschung von morgen. 

Michael Baumann spricht mit TAG24-Redakteurin auch über die Zukunft in Dresden.
Michael Baumann spricht mit TAG24-Redakteurin auch über die Zukunft in Dresden.

TAG24: Prof. Baumann, warum haben Sie sich der Krebsforschung verschrieben?

Prof. Michael Baumann: Es gab keinen persönlichen Anlass. Im Medizinstudium fand ich das Thema Krebs sehr interessant, weil es ein sehr komplexes Spektrum von Krankheiten ist, wo noch viel zu tun ist.

TAG24: Sie haben in Dresden das Strahlenforschungs-Zentrum OncoRay mit aufgebaut. Sind Sie traurig, das zurück zu lassen?

Prof. Michael Baumann: Man macht so eine Veränderung immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Prinzipiell sind neue Herausforderungen aber etwas Gutes. Und wenn man weiß, dass es Leute gibt, die das mindestens genauso gut weiterführen, macht mich das nicht traurig. Außerdem gibt es zwischen Dresden und Heidelberg enge Verbindungen. So ist Dresden seit 2015 der einzige Partnerstandort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen. Den weiteren Aufbau des Dresdner NCT-Standorts werde ich auch von Heidelberg aus begleiten.

Das Dosimeter misst,wie viel Strahlung die Mediziner ausgesetzt sind.
Das Dosimeter misst,wie viel Strahlung die Mediziner ausgesetzt sind.

TAG24: Das Steckenpferd im OncoRay ist die Protonentherapie. Wo ist der Unterschied zur normalen Strahlentherapie?

Prof. Michael Baumann: Bei der normalen Strahlentherapie werden Röntgenstrahlen genutzt. Diese gehen durch den Körper durch, um auf der anderen Seite ein Bild zu erzeugen. Die Protonenstrahlen kommen im Körper in einer bestimmten Tiefe zum Stillstand, die man genau steuern kann. Da geht nichts aus dem Körper raus. Natürlich wollen wir gesundes Gewebe möglichst schonen. Bei Röntgenstrahlen bekommt das gesunde Gewebe hinter dem Tumor immer auch eine Dosis ab. Bei Protonen passiert das nicht. Das ist zum Beispiel bei Kindern wichtig. Schon kleine Dosen können dazu führen, dass die Organe nicht wie bei einem normalen Kind wachsen.

TAG24: Warum wird diese Therapie nicht bei allen Krebsarten angewandt?

Prof. Michael Baumann: Für einige Tumore ist die Therapie nicht geeignet. Dann gibt es Tumore, für die wir erst anhand von klinischen Studien beweisen müssen, dass die Protonentherapie effizienter ist als die normale Strahlentherapie, zum Beispiel bei Lungen- oder Speiseröhrentumoren. Unsere Hypothese ist, dass wir damit Patienten besser behandeln können, weil das gesunde Gewebe besser geschont wird. Vielleicht kann man sogar langfristig bei besonders resistenten Tumoren die Dosis erhöhen. Das gilt es zu testen.

Professor Michael Baumann (53) an seinem früheren Arbeitsplatz: Dieser Linearbeschleuniger im „OncoRay“ kann 360 Grad um einen Patienten herumfahren.
Professor Michael Baumann (53) an seinem früheren Arbeitsplatz: Dieser Linearbeschleuniger im „OncoRay“ kann 360 Grad um einen Patienten herumfahren.

TAG24: Wie viel Strahlung haben Sie schon abbekommen?

Prof. Michael Baumann: Ganz wenig. Wirklich! Als Arzt trage ich ein sogenanntes Dosimeter am Körper. Das misst die Strahlung, der ich ausgesetzt bin. Dadurch weiß ich genau, wie viel Strahlung ich abbekomme.

TAG24: Und?

Prof. Michael Baumann: Na, nicht mehr als jeder andere normale Mensch in Deutschland auch. Das ist also bedenkenlos.

TAG24: Am 1. November haben Sie den Posten als Vorstandsvorsitzender des DKFZ angetreten. Was sind jetzt Ihre Aufgaben?

Prof. Michael Baumann: Das DKFZ ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und speziell auf Krebserkrankungen ausgerichtet. Für die Entwicklung einer Strategie, wie Krebs künftig noch besser behandelt werden kann, braucht es die gesammelte Fachkompetenz von Top-Forschern auf den verschiedenen Gebieten der Krebsforschung. Diesen Prozess der Strategiefindung zu moderieren, ist meine Aufgabe

Professor Michael Baumann vor dem Onco Ray.
Professor Michael Baumann vor dem Onco Ray.

TAG24: Was denken Sie, welche Methode wird wegweisend in der Krebsforschung?

Prof. Michael Baumann: Ich glaube, der wesentliche Weg wird die personalisierte Onkologie sein. Heute entscheiden wir für große Patientengruppen: Tumor A im bestimmten Stadium erhält Behandlung XY. So ist es in Leitlinien der Fachgesellschaften festgeschrieben. Was gut ist! Weil verbindliche Qualitäts- und Minimalstandards festgelegt wurden. Künftig wollen wir aber die biologischen Eigenschaften des individuellen Tumors durch Tests ermitteln und für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Therapie empfehlen können.

TAG24: Ihnen war es immer wichtig, auch forschen zu können.

Prof. Michael Baumann: Ja, ich werde in Heidelberg eine eigene Forschergruppe aufbauen. So wie ich hier auch eine hatte. Ich werde natürlich eine rechte Hand haben, weil ich nicht immer in der Lage sein werde, mich einem Problem direkt zu widmen. Aber mir ist es wichtig, diesen Kontakt zur Forschung zu halten.

TAG24: Sie sind aber eben nicht nur Forscher, sondern auch Arzt. Wie gehen Sie damit um, wenn krebskranke Patienten sterben?

Im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wird für die Zukunft geforscht.
Im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg wird für die Zukunft geforscht.

Prof. Michael Baumann: Das ist verdammt schwer für einen Arzt. Aber wir können Patienten auf vielfältige Weise helfen. Wir können helfen, indem wir sie heilen. Geht das nicht, können wir helfen, dass sie mit der Erkrankung lange Zeit leben können. Ist das auch nicht möglich, können wir Symptome lindern, damit die Lebensqualität so gut wie möglich ist. Und Ärzte müssen Patienten auch helfen können, zu sterben. Als junger Arzt muss man lernen, empathisch und unterstützend zu sein, aber auch, dass man nicht mit jedem Patienten mitsterben darf.

TAG24: Denken Sie, dass wir den Krebs irgendwann bei jedem Patienten heilen können?

Prof. Michael Baumann: Das ist natürlich unser Ziel. Oder dass wir Krebs, den wir nicht heilen können, wenigstens zu einer chronischen Erkrankung machen können, mit der man lange gut leben kann. Oder dass die Entstehung von Krebs durch bessere Prävention verhindert wird.

TAG24:  Glauben Sie, dass Sie das noch erleben werden?

Prof. Michael Baumann: Ich habe es für mich immer als Aufgabe empfunden, ein Stück in diese Richtung zu kommen.

Fotos: Thomas Türpe, Imago

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