Dresdner Olympia-Hoffnung Hamann stinksauer!

Hamann gehört zu den wenigen Leichtathleten der Stadt.
Hamann gehört zu den wenigen Leichtathleten der Stadt.

Von Thomas Schmidt

Dresden – „Mein rechter, rechter Platz ist frei - ich wünsche mir meine Trainerin herbei!“ Das postete Donnerstagnachmittag Lars Hamann bei Facebook.

Der Dresdner Speerwerfer, immerhin WM-Teilnehmer von Moskau 2013 und Peking 2015 in Peking, flog ins Saison-Vorbereitungs-Camp in die Türkei und durfte seine Trainerin nicht mitnehmen.

Der 27-Jährige weiter: „Es ist ein absoluter Witz und meiner Meinung nach eine Frechheit hoch zehn. Meine Trainerin muss daheim bleiben, weil sie keine Genehmigung seitens der Sportschule Dresden bekommen hat, mich zu begleiten. Einer von drei begründeten Punkten ist, dass ich NIE Schüler der Sportschule Dresden war. Ich frage mich, was ich dann 3 Jahre lang dort gemacht habe und warum ich als einer der besten Sportler der letzten Jahre in der 60-jährigen Jubiläumsausgabe der Sportschule zu suchen habe? Zweiter Begründungspunkt: Meine Trainerin hätte nicht genug Zeit die Abituraufgaben ihrer Klasse zu korrigieren.

Man erwähne, dass die Klasse aus 12 Leuten besteht. Nach Wiederankunft in Deutschland hätte meine Trainerin 5 Tage Zeit für die Korrektur- dass soll nicht reichen?“

Lars Hamanns Hilferuf aus dem Flieger...
Lars Hamanns Hilferuf aus dem Flieger...

Hamann gehört zu den wenigen Leichtathleten der Stadt, die es in dieser Sportart in die deutsche Spitze (persönliche Bestleistung von 84,26 Meter) geschafft haben – und die Dresden bei Olympia in Rio vertreten könnten.

Hamann weiter: „Seit Jahren werden meiner Trainerin und mir Steine in Dresden in den Weg gelegt, jedes Mal muss ich ohne Trainer fahren, auch zu wichtigen Qualifikationswettkämpfen. Ich habe es nun endgültig satt!“

Ein Hinweis auf seinen Weggang? Immerhin lautete ein Kommentar unter Hamanns Beitrag: „In Chemnitz läuft das besser. Auch die Lehrerschaft ist sehr angenehm.“ Und Ron Ringguth, langjähriger Eurosport-Kommentator, erklärte ironisch: „Es gibt so viele Top-Leichtathleten in Dresden. Wenn einer da mal ein bisschen weniger Unterstützung bekommt, ist das doch nicht schlimm...“

Fotos: Facebook/LarsHamann, imago, Kristin Schmidt


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