Dresdner Pilze sollen Tschernobyl säubern

Von Dominik Brüggemann

Im Feldversuch sollen die Pilze rund um das verseuchte Tschernobyl getestet werden.
Im Feldversuch sollen die Pilze rund um das verseuchte Tschernobyl getestet werden.

Dresden - Können Pilze radioaktiv verseuchte Böden säubern? Dieser Frage wollen Dresdner Wissenschaftler in einem neuen Projekt nachgehen. Im Fokus: Das Myzel - ein fadenförmiges Geflecht im Boden unterhalb von Pilzen.

Sie könnten radioaktive Stoffe aufnehmen und zurückhalten, informierte gestern das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). „Es ist schon lange bekannt, dass verschiedene Pilzarten radioaktive Stoffe aus dem Boden aufnehmen können“, erläutert Johannes Raff vom Institut für Ressourcenökologie.

Die meisten Untersuchungen beschränkten sich jedoch auf den oberirdischen Fruchtkörper. Welche Prozesse sich im eigentlichen Pilzkörper (Myzel) abspielten, sei bisher noch unklar.

Dieses Potenzial soll nach Versuchen im Labor auch auf kontaminiertem Gelände rund um Tschernobyl getestet werden.

Fotos: imago


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