Dresdner Polizist wegen rechtsextremer Chat-Nachrichten suspendiert

Dresden - Wegen Ausdrücken wie "Scheißverräter", "Zeckenstaatsanwalt" und anderen rechtsextremen Äußerungen läuft nun ein Disziplinarverfahren gegen einen 38-jährigen Polizeimeister aus Dresden.

Schon vor seinem Dienst bei der Dresdner Polizei soll der 38 Jahre alte Beamte unerlaubte Beiträge in Chats verfasst haben.
Schon vor seinem Dienst bei der Dresdner Polizei soll der 38 Jahre alte Beamte unerlaubte Beiträge in Chats verfasst haben.  © Robert Michael/ZB/dpa

Wie der Sprecher der Polizeidirektion Dresden bestätigte, war der Beamte wegen verfassungsfeindlicher Chat-Beiträge aufgefallen und wurde inzwischen vom Dienst suspendiert.

Laut der Sächsischen Zeitung war der Polizeimeister zuletzt in Pirna stationiert. Die Ermittler seien bei einem Verfahren zur "Freien Kameradschaft Dresden" auf seine Chat-Nachrichten gestoßen.

Der Beamte hätte unter anderem im Juni 2018 einen Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft als "Zeckenstaatsanwalt" bezeichnet. Auch Begriffe wie "Anscheißer", "Scheißverräter" und "Labervögel" sollen in seinen Beiträgen zu finden sein.

Zusätzlich seien in den Chat-Verläufen des 38-Jährigen auch zahlreiche andere verfassungsfeindliche Bemerkungen und Fotos entdeckt worden. Einige davon stammen wohl noch aus der Zeit, bevor er Polizist wurde. 

Laut der Sächsischen Zeitung läuft zurzeit ein Disziplinarverfahren gegen den suspendierten Polizisten. Die Polizeidirektion wolle den Mann offenbar entlassen.

Titelfoto: Robert Michael/ZB/dpa

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