Dresdner SC: So erklärt Waibl die schlechteste Saison seiner Amtszeit

Dresden - "Das ist meine schwerste Stunde beim DSC", hatte Alex Waibl nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus gegen Aachen und damit nur Platz 5 in der Meisterschaft gesagt.

Die Anweisungen von der Seitenlinie haben nicht immer gefruchtet. Alex Waibl ist mit seinen DSC-Girls in dieser Saison nur auf Platz 5 gelandet.
Die Anweisungen von der Seitenlinie haben nicht immer gefruchtet. Alex Waibl ist mit seinen DSC-Girls in dieser Saison nur auf Platz 5 gelandet.  © Lutz Hentschel

Doch der 51-Jährige hat sich danach schon wieder in die Arbeit gestürzt. 14 Kadergespräche mit seinen Volleyballerinnen standen innerhalb von zwei Tagen an - und die waren nach der enttäuschenden Saison nicht einfach.

Trotzdem nahm sich Waibl am Mittwoch für TAG24 Zeit, analysierte die zurückliegenden Monate und schaute nach vorn.

Die Saison 2018/19 - Die Fußverletzung von Topscorerin Piia Korhonen ist laut Waibl ein wesentlicher Faktor für das schlechte Abschneiden. Die Finnin hatte sich im Juni 2018 bei der Nationalmannschaft verletzt, ihre Rückkehr ins Training und den Wettkampf zögerte sich immer weiter hinaus.

"Wir haben uns nach Ersatz umgeschaut, hatten eine heiße Kandidatin. Aber die Kosten hätten den Etat gesprengt, deshalb habe ich aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet", so Waibl.

"Mannschaftsintern konnten wir keine personelle Stabilität in der Diagonale finden, um Punkte zu machen. Dadurch ist der Druck auf die anderen Spielerinnen gestiegen."

Gute Laune in der Auszeit: Alex Waibl hier mit Co-Trainer Wojciech Paleszniak (l.) und Scout Till Müller, der zum Saisonende aufgehört hat.
Gute Laune in der Auszeit: Alex Waibl hier mit Co-Trainer Wojciech Paleszniak (l.) und Scout Till Müller, der zum Saisonende aufgehört hat.  © Lutz Hentschel

Dem waren Kapitän Katharina Schwabe & Co. nicht gewachsen. Jede Niederlage kostete Selbstvertrauen. Und davon gab es allein acht in der Hauptrunde.

Nach dem 1:3 im Supercup gegen Schwerin und dem Pokal-Aus in Stuttgart sei die 0:3-Punktspielpleite bei Allianz kurz vor Weihnachten ein "endgültiger Nackenschlag" gewesen, so Waibl.

Die Folge: Die DSC-Girls waren verunsichert. Das zog sich bis zum Saisonende wie ein roter Faden durch.

Eine Gewinnerin - gibt es trotz aller Probleme aber auch. Und die heißt Camilla Weitzel. Die 18-jährige Mittelblockerin hat "volleyballerisch und als Persönlichkeit einen riesigen Schritt nach vorn gemacht. Sie hat sich ihre Einsätze erarbeitet, in schwierigen Situationen mit Selbstverständnis agiert", lobt Waibl.

Der Blick nach vorn. Für eine erfolgreiche Saison 2019/20 muss laut Waibl an drei Stellschrauben gedreht werden: "1. Personelle Veränderungen. Wir brauchen ein stabileres Liberospiel, Wettbewerb auf der Diagonalposition und mehr Optionen im Angriff. 2. Optimierung unserer Trainingsbedingungen in der Margon Arena. 3. Sportpsychologische Betreuung."

Am Montag treffen sich die DSC-Girls zum Saisonabschluss mit den Sponsoren, am Dienstag mit den Fans. Bis dahin soll auch feststehen, wer geht und wer kommt.

Camilla Weitzel gilt als Gewinnerin der Schmetterlinge. Sie konnte einen riesigen Schritt nach vorn machen.
Camilla Weitzel gilt als Gewinnerin der Schmetterlinge. Sie konnte einen riesigen Schritt nach vorn machen.  © Lutz Hentschel

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