Im zweiten Anlauf! Dresdner SC schnappt sich Zuspielerin Lena Möllers

Dresden - Was lange währt, wird endlich gut! Das hat sich Trainer Alexander Waibl von Volleyball-Bundesligist Dresdner SC wohl in den vergangenen Tagen gedacht.

Lena Möllers im Dress der Nationalmannschaft.
Lena Möllers im Dress der Nationalmannschaft.  © Imago

Denn schon vor sage und schreibe neun Jahren wollte der Coach Zuspielerin Lena Möllers (28) an die Elbe locken. Was damals nicht möglich war, ist dem Coach nun gelungen.

Die ehemalige Nationalspielerin und aktuelle Zweite der Champions League (mit dem rumänischen Klub CSM Volley Alba Blaj) wechselt für mindestens ein Jahr zum Pokalsieger. Sie unterschrieb einen Vertrag bis Ende Juni 2019.

"Der DSC gehört seit Jahren zu den besten Teams der Liga, da musste ich nicht lange überlegen. Ich freue mich darauf, mit Mareen ein Zuspiel-Duo zu bilden und der Mannschaft bestmöglich zu helfen. Ich weiß, dass in Dresden auch im medizinischen und athletischen Bereich sehr professionell gearbeitet wird, was mir nach meinen Jahren im Ausland sehr wichtig ist", sagt Müllers zu ihrem Wechsel.

Zuletzt hatte die Deutsche Meisterin von 2010 (mit den Roten Raben Vilsbiburg) in Rumänien bei Alba Blaj gespielt. Das Team erhielt den Zuschlag für das Final-Foru-Turnier in der Champions League und war damit fürs Halbfinale gesetzt.

Dort setzte sich die Mannschaft gegen Galatasaray Istanbul durch und unterlag im Finale dann schließlich Vakifbank Istanbul klar mit 0:3.

Mölelrs (2. v.l. hinten) gemeinsam mit Lena Stigrot (links), die ebenfalls nach Dresden wechselt.
Mölelrs (2. v.l. hinten) gemeinsam mit Lena Stigrot (links), die ebenfalls nach Dresden wechselt.  © Imago

"Es war ein unglaublich emotionales Wochenende, in dem wir für den Verein und für den rumänischen Volleyball Historisches geschafft haben. Und auch für mich persönlich ist die Silbermedaille etwas Einzigartiges, was ich wahrscheinlich so schnell nicht wieder erreichen werde. Obwohl Vakifbank Istanbul uns im Finale deutlich die Grenzen aufgezeigt hat, war es ein besonderer Moment und es hat mir Spaß gemacht und mich mit Stolz erfüllt dieses Finale zu spielen", berichtet Möllers.

Auch, wenn Möllers einige Zeit in der Nationalmannschaft aktiv war, so wird sie diesen Sommer der Auswahl nicht angehören, kann sich also beim DSC komplett auf die neue Saison vorbereiten.

"Schon 2009 wollte ich Lena zu uns nach Dresden holen. Ich erinnere mich noch gut an unser damaliges Treffen in Berlin. Sie ging nach Vilsbiburg und wurde gleich Deutscher Meister. Mit großem Interesse verfolge ich seitdem ihren Weg. Als sich dieses Jahr erneut die Möglichkeit einer Zusammenarbeit ergab, musste ich keine Sekunde zögern. Lena komplettiert unser Zuspiel optimal und passt mit ihrer positiven, klugen Art sehr gut zu uns.", freut sich Waibl über den Transfer.

Möllers und Mareen Apitz kennen sich aus der Nationalmannschaft. Und mit dem ersten Neuzugang desDSC, Lena Stigrot, hat Möllers zudem in Vilsbiburg schon zusammengespielt.

Nach vier Jahren bei den Raben verließ sie allerdings 2013 die Niederbayern und wechselte in die erste italienische Liga zu Igor Gorgonzola Novara, dem aktuellen Vizemeister Italiens. Nach einem Jahr ging es weiter zu Neruda Volley Bolzano, mit dem Team schaffte Möllers auf Anhieb den Aufstieg.

Doch sie blieb nicht in Tirol, sondern schloss sich für zwei Spielzeiten dem französischen Top-Klub Bézier Volley an, bevor sie im vergangenen Sommer nach Rumänien wechselte.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0