Angriff auf die Schale! DSC schnappt Konkurrent Nationalspielerin weg

Dresden - In dieser Saison gingen sie zweimal als Sieger vom Parkett, doch dieser Angriff trifft den Konkurrenten noch viel schwerer: Die Volleyballerinnen vom Dresdner SC schnappen Dauer-Rivale Vilsbiburg Lena Stigrot (23) weg.

Stigrot spielte in der Nationalmannschaft schon mit Zuspielerin Mareen Apitz zusammen.
Stigrot spielte in der Nationalmannschaft schon mit Zuspielerin Mareen Apitz zusammen.  © Imago

Die deutsche Nationalspielerin war Kapitän und vor allem langjährige Identifikationsfigur bei den Roten Raben. Mit dem ersten Neuzugang macht der DSC auch klar: In der nächsten Saison soll die Schale wieder her. Denn Stigrot soll nur eine von mehreren Verstärkungen sein. Aktuell spielen Stuttgart und Schwerin um den Titel. Die Nordlichter führen in der best-of-five-Serie mit 1:0.

Nach neun Jahren Vilsbiburg sucht Außenangreiferin Stigrot nun eine neue Herausforderung und die findet sie für die kommenden zwei Spielzeiten beim Pokalsieger in Dresden.

Bis 2020 hat die 1,84 Meter große Spielerin unterschrieben. "Alex und ich sind bereits seit Längerem in Kontakt und für mich ist jetzt die Zeit für diesen Schritt gekommen. Natürlich möchte ich mich sowohl individuell weiterentwickeln, als auch mit dem Team erfolgreich sein. Am meisten freue ich mich auf meine neuen Mitspielerinnen und das Trainerteam", blickt Stigrot auf die neue Saison.

Aus ihrer Zeit bei den Raben kennt sie bereits Mittelblockerin Barbara Wezorke, mit der sie aktuell auch gemeinsam bei der Nationalmannschaft weilt.

Stigrot in einem Spiel gegen den DSC in der vergangenen Saison.
Stigrot in einem Spiel gegen den DSC in der vergangenen Saison.  © Lutz Hentschel

Jedoch steht noch nicht fest, ob die beiden auch kommende Saison gemeinsam auflaufen, da Wezorkes Vertrag ausläuft und bis jetzt noch keine Einigung über eine Verlängerung erzielt wurde.

"Ich wollte Lena schon in der vergangenen Saison zu uns holen. Sie ist eine sehr gute Athletin mit großer Persönlichkeit, zuletzt sogar Kapitän in Vilsbiburg. Sie ist in den letzten Jahren zu einer kompletten Außenangreiferin gereift und verfügt dennoch über ein enormes Steigerungspotenzial. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit", sagt Trainer Alexander Waibl.

"Mit Lena Stigrot verlieren wir eine Spielerin von hier, eine Identifikationsfigur", bedauert Vilsbiburg Manager André Wehnert den Abgang der Nationalspielerin. Sie selbst sagte zu ihrem Abschied: "Es ist die Zeit für mich gekommen, flügge zu werden und das Raben-Nest zu verlassen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich seit 2009 in Vilsbiburg begleitet und unterstützt haben. Die Roten Raben und die Umgebung werden immer mein zweites Zuhause bleiben. Ich freue mich auf den nächsten Schritt in meiner Karriere, deren Basis von und mit Vilsbiburg gelegt wurde. Danke", sagte sie.

Stigrot machte beim TV Lenggries ihre ersten Schritte im Volleyball, kam bereits 2009 zu den Roten Raben. In den vergangenen neun Jahren holte sie den Pokalsieg und den Vizemeistertitel 2014. In den vergangenen Jahren bereitete Stigrot dem DSC stets Probleme.

Vor der Verpflichtung von Stigrot hatte sich der DSC mit Eva Hodanová und Marrit Jasper bereits von zwei Außenangreiferinnen verabschiedet. Bei Kapitän Katharina Schwabe läuft der Vertrag aus, doch sie wird wohl an der Elbe bleiben.


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