DSC-Schock: Saisonaus für Mareen von Römer, droht sogar das Karriere-Ende?

Dresden - Es hat sich in den vergangenen Wochen angedeutet, doch es ist ein großer Schock für Volleyball-Bundesligist Dresdner SC: Zuspielerin Mareen von Römer (32) muss die laufende Saison abhaken!

Mareen von Römer bei einem ihrer beiden Einsätze in dieser Saison: Beim Heimspiel gegen den SC Potsdam.
Mareen von Römer bei einem ihrer beiden Einsätze in dieser Saison: Beim Heimspiel gegen den SC Potsdam.  © Matthias Rietschel

Wie der Verein am Dienstag mitteilte, lässt der Gesundheitszustand des Kapitäns der Mannschaft eine Rückkehr aufs Parkett in dieser Spielzeit nicht mehr zu.

"Obwohl es ihr mittlerweile besser geht, ist weiterhin nicht an eine Rückkehr in das Mannschaftstraining zu denken. Der Körper der 32-jährigen Zuspielerin ist zu geschwächt", heißt es in der Mitteilung.

Von Römer hatte im Oktober eine Lungenentzündung erlitten, von der sie sich bis jetzt nicht vollständig erholt hat. "Aktuell sind es kleine Schritte der Belastungssteigerung, die den Alltag der DSC-Kapitänin bestimmen. Daher ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht davon auszugehen, dass Mareen von Römer in der laufenden Saison wieder in den Spielalltag zurückkehren wird. Stattdessen liegt der Fokus darauf, ihr eine vollständige und nachhaltige Regeneration zu ermöglichen", heißt es vom Verein weiter.

Die 32-Jährige hat am zweiten Spieltag, am 12. Oktober, bei der 0:3-Niederlage bei Allianz MTV Stuttgart das letzte Mal das Trikot übergestreift. Seitdem ist sie zum Zuschauen verdammt.

DSC: Sarah Straube rückt für Mareen von Römer in das Profiteam

Mareen von Römer und Alexander Waibl müssen die Hiobsbotschaft verkraften.
Mareen von Römer und Alexander Waibl müssen die Hiobsbotschaft verkraften.  © Lutz Hentschel

Trainer Alexander Waibl geht nicht davon aus, dass ihm seine Zuspielerin in dieser Saison noch einmal zur Verfügung steht.

"Wer Mareen kennt, weiß dass sie alles daran setzt, wieder fit zu werden. Leider dauert das erheblich länger, als ursprünglich gedacht. Ich bin mir sicher, dass sie diese bittere Situation meistern wird, rechne aber in der laufenden Saison nicht mehr mit ihr", so der Coach.

Bitter für Mareen von Römer ist vor allem, dass nach der Saison ihr Vertrag ausläuft, den sie im Sommer 2018 um zwei Jahre verlängert hatte.

Ein Abschied ohne ein einziges Spiel nochmal für ihren Herzensverein bestritten zu haben, wäre ein enorm bitterer Abgang für die Identifikationsfigur des Klubs schlechthin.

Sollte der Körper es aber zulassen und von Römer noch ein Jahr dranhängen wollen, so wird sich sicher eine Lösung finden, schließlich spielt von Römer seit ihrer Kindheit für den DSC, war nur von 2014 bis 2016 (RC Cannes und Baku) weg aus ihrer Heimat.

Da von Römer nicht mehr eingreifen kann, wird das junge Zuspieltalent Sarah Straube komplett zu den Profis wechseln. Die erst 17-Jährige trainiert zwar bereits die gesamte Zeit bei Alex Waibl, hatte in der laufenden Saison aber neben ihren Spielen in der Bundesliga auch noch Partien beim Nachwuchs in der zweiten Liga bestritten.

Als erste Zuspielerin fungiert seit dem dritten Spieltag die kanadische Nationalspielern Brie King.

Deutscher Volleyball-Verband braucht dringend talentierten Nachwuchs auf der Zuspielposition

Vorhang auf für Sarah Straube: Die 17-Jährige gehört jetzt fest zum Bundesliga-Team des Dresdner SC und wird keine Spiele mehr im Nachwuchs bestreiten.
Vorhang auf für Sarah Straube: Die 17-Jährige gehört jetzt fest zum Bundesliga-Team des Dresdner SC und wird keine Spiele mehr im Nachwuchs bestreiten.  © Lutz Hentschel

Das große Pech der Kapitänsfrau von Römer wird für das Talent Straube nun zur tollen Chance, die Chance Bundesliga wahrzunehmen.

"Es gab ein paar interessante Möglichkeiten auf dem Transfermarkt, aber ich glaube an Sarahs Potenzial und will ihr die Chance geben. Es wird eine große Herausforderung, Schule und Sport zu vereinbaren, aber ich denke, dass wir das hinbekommen."

Dass es klappen kann, haben nicht nur früher Christiane Fürst, Corina Ssuschke-Voigt und Heike Beier bewiesen, sondern aktuell auch Camilla Weitzel, die mit ihren 19 Jahren selbst aus der Stammformation der Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken ist und in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen hat.

Die Auswahl hat nach der verpassten Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 im Hinblick auf die kommenden Spiele 2024 in Paris Zuspieltalente auch dringend nötig.

Denn sollte Denise Hanke (SSC Palmberg Schwerin) bis dahin abtreten, klafft eine große Lücke. Ihre potenzielle Nachfolgerin Pia Kästner (Allianz MTV Stuttgart) kam in der laufenden Saison aufgrund von schwerwiegenden Rückenproblemen noch nicht zum Einsatz. Lena Möllers oder Denise Imodou konnten sich bislang nicht im Nationalteam wirklich durchsetzen und Hanke große Konkurrenz machen.

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