DSC fährt mit Kreuzchor durch Deutschland! Kriegt der Pokalsieger endlich seinen eigenen Bus?

Mannheim - Lenka Dürr wurde von ihren Emotionen überwältigt. "Das ist eine absolute Teamleistung, die wir bisher in dieser Saison so noch nie gebracht haben. Mega Respekt vor den jungen Mädels, weil sie so furchtlos da reingegangen sind. Da kann ich mir als Oma eine Scheibe abschneiden", sagte die 29-jährige DSC-Libera nach dem Pokal-Coup in Mannheim überglücklich und völlig aufgelöst, wobei sie sich immer wieder die Tränen aus dem Gesicht wischte.

Die jungen Wilden Monique Strubbe (l.) und Emma Cyris sorgten beim Pokalfinale für Furore
Die jungen Wilden Monique Strubbe (l.) und Emma Cyris sorgten beim Pokalfinale für Furore  © Lutz Hentschel

Beim 3:2-Finalsieg über Meister Allianz Stuttgart vor 10689 Zuschauern in der SAP Arena standen zu Beginn des Tiebreaks neben Kapitän Lena Stigrot und Topscorerin Kadie Rolfzen (beide 25 Jahre) gleich vier Dresdner Teenies auf dem Feld: Emma Cyris (18), Monique Strubbe (18), Camilla Weitzel (19) und Sarah Straube (17).

Und die lösten ihre Aufgaben bekanntermaßen mit Bravour. Außenangreiferin Emma Cyris musste dabei sogar auf der Diagonalposition ran. Chefcoach Alex Waibl lobte: "Emma ist kein Schisshase.

Sie kann unter Druck im Wettkampf Leistung bringen."

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Mit 10 Punkten in den letzten beiden Sätzen unterstrich das Cyris deutlich. Strubbe brachte es im Fünf-Satz-Krimi auf elf Zähler, Weitzel sogar auf 16.

Vorstands-Chef Jörg Dittrich frohlockte: "Wir haben in dieser Saison schon einen Titel erkämpft. Andere Vereine mit einem deutlich höheren Etat haben noch keinen. Unsere jungen Wilden zeigen der Gesellschaft, wohin es mit Leidenschaft und Emotionen gehen kann."

DSC-Vorstandschef Jorg Dittrich denkt nach Pokalsieg ganz praktisch

Camilla Weitzel (r.) war mit 16 Zählern Dresdens zweitbeste Punktesammlerin.
Camilla Weitzel (r.) war mit 16 Zählern Dresdens zweitbeste Punktesammlerin.  © Lutz Hentschel

Dittrich verteilte aber nicht nur einen Seitenhieb auf manchen Konkurrenten, er dachte nach dem Pokalsieg auch ganz praktisch:

"In unserem Etat gibt es noch ein Defizit von 70.000 Euro. Die Trophäe soll uns helfen, das weiter abzubauen."

Und dann rückte der Vorstands-Chef noch mit einem Wunsch heraus: "Es wäre schön, wir könnten in der Bundesliga mit einem DSC-Bus durch Deutschland fahren, auf dem unsere hübschen Mädels zu sehen sind und in großer Aufschrift steht: Pokalsieger 2020. Aber die Mannschaft ist wie in Mannheim fast ständig im Bus des Kreuzchors unterwegs."

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Apropos reisen: Mit Rückenwind kann das Waibl-Team jetzt die nächsten Aufgaben angehen. Schon am Dienstag um 6.30 Uhr startet der Pokalsieger Richtung Süden.

Über Berlin und Athen geht es auf die griechische Insel Santorini, wo am Mittwoch im Viertelfinal-Hinspiel des europäischen Challenge Cups bei AO Thiras eine gute Ausgangsposition für das zweite Duell am 4. März in der Margon Arena erkämpft werden.

Statt mit DSC-Werbung fahren die Schmetterlinge im Kreuzchor-Bus durch Deutschland.
Statt mit DSC-Werbung fahren die Schmetterlinge im Kreuzchor-Bus durch Deutschland.  © TaeterTours

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