Dresdner SC in finanziellen Schwierigkeiten: Mehr als 130.000 Euro fehlen für die neue Saison!

Dresden - Die Schmetterlinge in diplomatischen Diensten, ein neuer Kapitän an der Spitze, aber auch eine sechsstellige Finanzlücke. Es gab nicht nur Erfreuliches, als der DSC seine Sponsoren zur Teampräsentation eingeladen hatte.

Sportlich scheint Trainer Alexander Waibl ein starkes Team zusammengestellt zu haben. Auch auf Neuzugang Lucija Mlinar (links) sind alle gespannt.
Sportlich scheint Trainer Alexander Waibl ein starkes Team zusammengestellt zu haben. Auch auf Neuzugang Lucija Mlinar (links) sind alle gespannt.  © Matthias Rietschel

"Wir müssen im Etat für die neue Saison noch eine Lücke von 130.000 bis 150.000 Euro schließen", sagte Vorstands-Chef Jörg Dittrich.

Und unterstrich mit Blick auf die über 90 anwesenden Sponsoren: "Das ist kein Jammern von mir. Für uns ist das eine Herausforderung."

Schon nach der enttäuschenden vergangenen Saison, die nur auf Bundesligaplatz fünf beendet wurde, hatte der DSC ein Loch im Haushalt, das er nur mit Mühe zumachen konnte.

"Damals sind einige Sponsoren spontan auf uns zugekommen und haben uns unter die Arme gegriffen. Das war großartig. Daran kann man sehen, mit welchem Herzblut sie hinter uns stehen. Das hat uns im Vorstand neue Motivation gegeben", betonte Dittrich.

"Für die neue Saison haben wir den Etat gedanklich etwas aufgestockt." 2018/19 betrug er rund 1,8 Millionen Euro.

Chefcoach Alex Waibl holte bei der Präsentation seiner Mannschaft zwei Spielerinnen am Ende gemeinsam auf die Bühne: Mareen von Römer und Lenka Dürr. Zuspielerin Mareen hatte er zum neuen Kapitän ernannt, die neue Libera Lenka zur Stellvertreterin.

Mareen von Römer zum Kapitänsamt: "Ich habe Bock, etwas zu bewegen!"

"Zuerst hatte ich mir etwas Bedenkzeit erbeten. In unserem zweiten kurzen Gespräch habe ich Ja gesagt. Ich habe den Eindruck, ich kann alle in der Mannschaft erreichen. Und ich habe Bock, etwas zu bewegen", erklärte Mareen von Römer.

Zum Saisonziel sagte die 32-Jährige vor dem ersten Heimspiel am Samstag (17.30 Uhr) gegen Potsdam klipp und klar: "Ich will am Ende etwas in den Händen halten."

Schon perfekt: In der neuen Saison gehen die DSC-Schmetterlinge als Botschafterinnen in den "diplomatischen Dienst".

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Jörg Dittrich machte klar, dass noch mehr als 130.000 Euro im Etat für die kommende Saison fehlen.
Jörg Dittrich machte klar, dass noch mehr als 130.000 Euro im Etat für die kommende Saison fehlen.  © Matthias Rietschel
Bei Piia Korhonen ist auf dem Trikot der Werbeschriftzug über der Nummer für die Kulturhauptstadt gut zu sehen. Sportlich hat sie auf ihrer Position (Diagonal) mit der Serbin Milica Kubura (rechts) große Konkurrenz bekommen.
Bei Piia Korhonen ist auf dem Trikot der Werbeschriftzug über der Nummer für die Kulturhauptstadt gut zu sehen. Sportlich hat sie auf ihrer Position (Diagonal) mit der Serbin Milica Kubura (rechts) große Konkurrenz bekommen.  © Matthias Rietschel

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