Dresdner SC doch im Umbruch? Verein schickt sechs Spielerinnen weg

Dresden - Einen Umbruch soll es nicht geben, dennoch schicken die Volleyballerinnen des Dresdner SC nach der schlechtesten Saison seit 15 Jahren gleich sechs Spielerinnen weg.

Sasa Planinsec muss nach zwei Jahren bei den DSC-Volleyballerinnen gehen. Ihr Freund, Athletik-Coach Goran Mladenic, bleibt.
Sasa Planinsec muss nach zwei Jahren bei den DSC-Volleyballerinnen gehen. Ihr Freund, Athletik-Coach Goran Mladenic, bleibt.  © Lutz Hentschel

Das gab der Verein am Freitag in einer Mitteilung bekannt. So werden Libera Amanda Benson, Zuspielerin Lena Möllers, Angreiferin Maria Segura, die beiden Mittelblockerinnen Sasa Planinsec, Barbara Wezorke und Libera Michelle Petter den Verein verlassen.

"Amanda, Lena und Maria sind wunderbare Charaktere und Spielerinnen, die aber in der vergangenen Saison ihre Leistungen nicht in dem Maße abrufen konnten, in dem wir es erwartet hätten. Unser Anforderungsprofil für die kommende Saison ist ein anderes", begründet Trainer Alexander Waibl die Entscheidungen.

Geschäftsführerin Sandra Zimmermann fügte an: "Man darf auch die wirtschaftlichen Zwänge nicht vergessen. Auch wenn man mit der Brille der Empathie dazu neigt, dies auszublenden. Der Abschied tut uns und den Spielerinnen leid, ist aber im Leistungssport ein üblicher Vorgang in der sportlichen Laufbahn der Spielerinnen und der Entwicklung eines Clubs."

Heißt im Klartext: einige Spielerinnen sind für das, was sie sportlich geleistet haben, zu teuer!

Maria Segura und Amanda Benson verlassen ebenfalls den Verein.
Maria Segura und Amanda Benson verlassen ebenfalls den Verein.  © Lutz Hentschel

Bei Mittelblockerin Ivana Mrdak und Angreiferin Nikola Radosova laufen die Verträge aus. Laut Verein sei man mit beiden in guten Gesprächen.

Das überrascht, denn Radosova hatte selbst schon verkündet, dass sie in Dresden bleibt, ihr Kontrakt soll sich bereits verlängert haben.

Für die frei werdenden Positionen hat der DSC zumindest eine schon relativ sicher besetzt: Nationalmannschafts-Libera Lenka Dürr soll demnächst das Trikot der Dresdnerinnen tragen.

Mit ihr kommt ihr Freund, Scout Konstantin Bitter, mit an die Elbe. Zumindest sein Transfer ist nach dem Abschied von Til Müller schon offiziell bestätigt.

Dass der DSC nun sechs Spielerinnen wegschickt zeigt, dass der Umbruch doch großer werden wird, als gedacht. Von der vermeintlichen Stammformation bleiben somit aktuell nur Mareen von Römer, Piia Korhonen und Katharina Schwabe übrig.

Offen ist die Zukunft von Lena Stigrot und Rica Maase. Während der DSC überraschend im Viertelfinale die Segel streichen musste, starteten am Donnerstag die beiden Halbfinalspiele. Dabei setzte sich Allianz MTV Stuttgart deutlich mit 3:0 gegen die Ladies in Black Aachen durch.

Der SSC Palmberg Schwerin hatte beim knappen 3:2-Heimerfolg gegen den SC Potsdam größere Probleme und sicherte sich den ersten Sieg in der best-of-five-Serie mit 17:15 im Tiebreak.

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