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Ein Dresdner setzt sich für mehr Kulturbewusstsein im Westen ein

Ein Dresdner setzt sich für mehr Kulturbewusstsein im Westen ein: Beispielsweise bei Auktionen millionenschwerer Kunstwerke wie den Gemälden von Andy Warhol. Gerhart Baum kämpft unermüdlich für den Kulturerhalt.
Dresden zählt zu den kulturell wertvollsten Städten Deutschlands. Bildquelle: Seqoya – 210361588 / Shutterstock.com
Dresden zählt zu den kulturell wertvollsten Städten Deutschlands. Bildquelle: Seqoya – 210361588 / Shutterstock.com

In Dresden geboren, in Bonn und Berlin Karriere gemacht und nun Kämpfer für die Kultur in NRW: Gerhart Baum kämpft trotz aller Rückschläge, zum Beispiel bei der Versteigerung kultureller Schätze wie den millionenschweren Warhol-Werken durch ein Casino, für die Wertschätzung und den Erhalt von kulturellen Einrichtungen im Land. Er plädiert für eine Veränderung in der Landespolitik und für neue Maßnahmen zur Stärkung von Kulturgütern.

Gerhart Baum, bekannt unter anderem für seinen Kampf für den Schutz von Menschen- und Bürgerrechten, hat in seiner Karriere schon diverse politische Ämter besetzt. Zwischen 1972 und 1978 war der gebürtige Dresdner und FDP-Politiker als Parlamentarischer Staatssekretär unter den damaligen Bundesinnenministern Hans-Dietrich Genscher und Werner Maihofer tätig. Es folgte von 1978 bis 1982 das Amt als Bundesminister für Inneres.

Bis zum Jahre 1998 war er Mitglied im FDP-Bundesvorstand, kehrte aber wieder in seinen gelernten Beruf zurück, Gerhart Baum ist Rechtsanwalt. Seit dem 1. Juli 2005 besetzt er den Posten des Sprechers des Kulturrates NRW und setzt sich für mehr kulturelles Engagement in Politik und Gesellschaft ein.

„Kultur ist der Humus einer Gesellschaft“, behauptet Gerhart Baum. Ohne sie, so Baum, trockne eine Gesellschaft aus. Deshalb sei es wichtig, auch die Flüchtlinge in kulturelle Projekte zu integrieren, um das Bewusstsein für die Entwicklung unserer Gesellschaft zu stärken. Keine Möglichkeit, die Kultur zu verteidigen und ins Bewusstsein zu rufen, wird von ihm ausgelassen. Nun ist er ins Gespräch mit der neuen Kulturministerin Christina Kampmann gekommen und nutzte umgehend den Diskurs, einige Anliegen zu diskutieren und politische Kulturmaßnahmen zu kritisieren. Der kulturelle Wert und die Bedeutung von Gemälden oder anderen Kunstwerken gehe in der heutigen Gesellschaft komplett verloren. Dementsprechend stieß Gerhart Baum eine Versteigerung aus dem Jahr 2014 besonders sauer auf.

Versteigerung von Warhol-Werken äußerst diskutabel

Warhol: Begehrte Kulturwerke!
Warhol: Begehrte Kulturwerke!

Den erheblichen kulturellen Rückschlag erlitt das Land Nordrhein-Westfalen im November 2014, als der Casino-Betreiber Westspiel zwei millionenschwere und kulturell überaus wertvolle Warhol-Siebdrucke aus der Aachener Spielbank bei einer Auktion in New York versteigern ließ. Einen Versteigerungserlös von etwa 120 Millionen Euro brachten die Kulturgüter ein. Allerdings zog der Verkauf der unversehrten Schmuckstücke eine Protestwelle nach sich, da Westspiel als staatliches Casino dem Land NRW unterstellt ist und ohne weitere Rücksprache mit den Direktoren der Landesmuseen oder den für Kulturgüter zuständigen Institutionen die Versteigerung in die Wege geleitet hatte.

Für den Casino-Betreiber Westspiel hingegen war der Verkauf ein wahrer Geldsegen. Von dem neugewonnen Vermögen soll in Köln ein weiteres Casino erbaut und der defizitäre Spielbanken-Betrieb unterstützt und verändert werden. Der Rest der Kunstsammlung, die dem landeseigenen Unternehmen WestLB gehört, befindet sich im Landesbesitz und soll nun an eine eigens dafür gegründete Stiftung verkauft werden, so der Artikel in der "Welt" damit die Kunstwerke nicht wie bei den vorherigen Warhol-Bildern versteigert werden, sondern dem Land erhalten bleiben.

Dass der Verkauf der Kunstwerke durch den Casino-Betreiber Westspiel überhaupt erst in Gange gekommen ist, liegt hauptsächlich an den seit Jahren rückläufigen Einnahmen und Besucherzahlen der Spielbanken im ganzen Land. Begründet werden kann dieser Verlauf mit den zahlreichen neuen Online-Casinos, welche sich weiterhin mit rasantem Tempo vermehren. Die Vorteile und mittlerweile große Anzahl von Online-Casinos wie spielhallen.com, die vielen Spielern die Möglichkeit bieten, bequem von zu Hause aus an Roulette-Tischen oder Pokerturnieren ihr Glück zu versuchen, liegen aber nicht nur in der Bequemlichkeit. Schnelle Ein- und Auszahlungen, eine schier unendliche Auswahl an Spielmöglichkeiten und der geringere zeitliche Aufwand sprechen oftmals für den Klick am Computer und gegen den Weg zur nächsten Spielbank.

Diese Vorteile von Online-Casinos lassen sich schwer von stationären Spielbanken bekämpfen. Deshalb geht der Trend beim Glücksspiel hin zu zusätzlichen Veranstaltungen, Veränderungen des Ambientes oder kleinen Shows. Der Gast soll mit einem Rundum-Paket zurück an den echten Spieltisch gelockt werden. Auch das Aachener Casino ist als eines von über 50 staatlichen Casinos in Deutschland von dieser Entwicklung betroffen. So überrascht der Verkauf der Kunstwerke bei näherer Betrachtung für eine derartig hohe Summe nicht. Die Ausbeutung kultureller Landesschätze sei aber zugleich eine fundamentale Schädigung, die es künftig zu verhindern gelte, so Gerhart Baum.

Veränderungsvorschläge für eine erfolgreichere Kulturpolitik

Kulturpolitik und Kulturbewusstsein verlieren in Deutschland immer mehr an Stellenwert. In einer Zeit, in der die Diskussion über historische Kulturvermächtnisse, kulturelle Tradition und die Integration von differierenden Kulturauffassungen aufgrund der aktuellen politischen Geschehnisse immer hitziger wird, ist die zunehmende Nichtachtung der Kulturpolitik äußerst verwunderlich. Gerhart Baum versucht mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem kulturellen Engagement durch Gespräche und Auseinandersetzungen mit Kulturpolitikern des Landes, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Mit folgenden Schritten soll die Politik ihrer kulturellen Verpflichtung wieder nachkommen:

Auch das ist Kultur: Ein Warhol-Werk, das an einer Brücke hängt.
Auch das ist Kultur: Ein Warhol-Werk, das an einer Brücke hängt.
  • Stärkung der Eigenständigkeit der Kulturpolitik in der Landesregierung durch ein eigenes Ministerium für Kultur und Medien. In den Nachbarländern Deutschlands befinden sich schon längere Zeit vergleichbare Ministerien.
  • Einrichtung einer Basis für Kulturförderung, da die Kulturausgaben der Kommunen (ca. 80% der Kulturförderung) freiwillige Leistungen sind und oftmals eingespart werden müssen, um den Etat zu schonen.
  • Bereitstellung eines höheren Kulturgesamtetats. Einem Gesamtetat von rund 70 Milliarden Euro steht ein wahrscheinlich von weiteren Kürzungen betroffener Kulturetat in Höhe von ca. 189 Millionen Euro entgegen. Näher betrachtet ist dies ein äußerst ungleichmäßiges Verhältnis, aufgrund dessen Kulturpolitiker regelmäßig mit den Finanzministern im Disput liegen.
  • Ein Bewusstsein für die einzigartige Kulturlandschaft in Deutschland entwickeln. Diese Auffassung muss von der Wurzel (den Kommunen) über die Mitte (den Landesregierungen) bis hin zur Spitze (der Bundesregierung) durchgesetzt werden, damit das kulturelle Erbe entsprechend wahrgenommen wird.
  • Wirtschaftsprüfungsorganisationen von Kulturinstitutionen fernhalten. Die künstlerische Qualität und der Stellenwert der Kultur für unsere Gesellschaft können nicht wirtschaftlich analysiert und geprüft werden.

Die Schließung von Museen wie dem Museum Morsbroich, welches schon seit den Nachkriegsjahren zu den wichtigsten Institutionen für zeitgenössische Kunst in NRW gehört, ist eine bedauernswerte Darstellung der aktuellen Einstellung gegenüber Kulturinstitutionen. Der Stellenwert der Kulturpolitik und kulturellen Güter bei Regierungsverantwortlichen wie unter anderem Hannelore Kraft ist nicht verheißungsvoll. Mut machen immerhin vereinzelte Vorstöße wie das Kulturfördergesetz, welches von Ute Schäfer, der Vorgängerin von Christina Kampmann, ausgefochten wurde. Die konkrete Durchsetzung des Gesetzes steht allerdings bedauernswerterweise auf einem anderen Zettel - das gewohnte Bild von Theorie und Praxis in der Politik.

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