Dresdner Sporthallen werden Asyl-Notunterkunft

Diese Turnhallen auf der Nöthnitzer Straße 60a werden bezogen.
Diese Turnhallen auf der Nöthnitzer Straße 60a werden bezogen.

Dresden - Nachdem in der vergangenen Woche ein Zeltlager für Asylbewerber in der Friedrichstadt aufgebaut wurde, stoßen die Aufnahmekapazitäten auch schon an ihre Grenzen.

Deshalb wird in Dresden ein weiteres provisorisches Erstaufnahmelager eingerichtet. Am Wochenende sollen auf der Nöthnitzer Straße zwei Turnhallen der Technischen Universität vorübergehend hergerichtet werden.

So soll Platz für bis zu 600 Flüchtlinge geschaffen werden.

"Gegenwärtig werden am Unterbringungsort die erforderliche soziale und medizinische Betreuung, der Wachdienst sowie die Verpflegung für neu ankommende Asylbewerber vorbereitet", so Holm Felber, Sprecher der Landesdirektion Sachsen.

Im ersten Halbjahr 2015 hat Sachsen 10.500 Asylbewerber neu aufgenommen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 3800.

Zur erneuten Aufnahme von mehreren hundert Flüchtlingen erklärter Christian Hartmann, innepolitischer Sprecher der CDU: "Ich danke allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich auf unterschiedliche Weise für die Versorgung der in der provisorischen Zeltstadt untergebrachten Flüchtlinge kümmern, vor allem aber dem Deutschen Roten Kreuz."

Hartmann erklärte aber auch, dass der jetzige Zustand nicht weiter hinnehmbar ist: "Ich befürchte allerdings, dass die Helfer zunehmend an ihre Belastungsgrenze kommen."

Deshalb regt er an, dass sowohl die Bereitschaftspolizei als auch die Bundeswehr bei der Einrichtung, Bewirtschaftung, Organisation und Versorgung von Flüchtlingsheimen und Lagern einbezogen werden sollten.

Zwei Turnhallen werden vorübergehend als Notaufnahme für Asylbewerber eingerichtet (Symbolbild).
Zwei Turnhallen werden vorübergehend als Notaufnahme für Asylbewerber eingerichtet (Symbolbild).

Fotos: Dirk Hein, dpa, screenhot google,


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