Revolutioniert dieser Dresdner Student die Abwasser-Entsorgung?

Felix Mende gelang es, giftige Farbmittel und Antibiotika aus Abwasser herauszufiltern. Davon könnte auch die Kläranlage Kaditz profitieren.
Felix Mende gelang es, giftige Farbmittel und Antibiotika aus Abwasser herauszufiltern. Davon könnte auch die Kläranlage Kaditz profitieren.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Diese Forschung des Dresdner Studenten Felix Mende (19) ist ausgezeichnet. Der Physik-Student gewann doppelt beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“.

Er bekam den „Preis für eine außergewöhnliche Arbeit“ und den „Preis für die Verknüpfung von Theorie und chemischer Praxis“. Seine Forschung könnte zukunftsweisend sein.

Ihm gelang es mithilfe poröser, metallischer Materialien, giftige Farbstoffe und ein Antibiotikum aus Abwässern herauszuholen.

„Das ist Grundlagenforschung. In Zukunft könnten Pillen-Reste, Pestizide und Antibiotika aus dem Abwasser gefiltert werden“, hofft Mende. Damit haben Kläranlagen momentan noch riesige Probleme.

Der Dresdner Student Felix Mende (19) hat bei „Jugend forscht“ zwei Preise gewonnen.
Der Dresdner Student Felix Mende (19) hat bei „Jugend forscht“ zwei Preise gewonnen.

Kurios: Felix Mende ist nicht vom Fach, sondern studiert im zweiten Semester Physik. Er selbst ist bescheiden: „Ich bin kein Überflieger.“

Sein Abitur hat er allerdings spitzenmäßig mit einem Schnitt von 1,0 in Frankfurt/Oder abgelegt.

Auf den „Jugend forscht“-Preis ist er stolz: „Ich freue mich über die Wertschätzung“, so Mende. Er könnte sich auch noch über 3000 Euro Preisgeld freuen, hat mit dem Geld aber anderes vor: „Ich werde es spenden, sobald es auf meinem Konto ist.“

Beim 51. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ hatten 191 Nachwuchsforscher der Jury insgesamt 110 Projekte vorgestellt. Felix Mende war letztmalig dabei, da er jetzt die Altersgrenze überschreitet.

An der TU Dresden möchte er aber unbedingt weiter forschen.

Fotos: dpa/Stephanie Pilick (1), Ove Landgraf (1), dpa/Bernd Thissen (1)


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