Dresdner Tafel will kein Geld von Pegida

Tafel-Chefin Edith Franke (72)
Tafel-Chefin Edith Franke (72)

Dresden - Wenn sich am heutigen Montagabend das PEGIDA-Bündnis auf dem Dresdner Theaterplatz zum Weihnachtssingen trifft, soll auch Geld gesammelt werden. Für die Obdachlosen in Dresden und Meißen. Geplant war, dass die Gelder an die Dresdner Tafel gehen!

Deren Chefin Edith Franke (72) berichtet gegenüber MOPO24: "Ich bekam am Freitagmittag den Anruf von PEGIDA. Allerdings stellte sich der Mann erst nicht vor, sondern bot gleich Lebensmittel an. Erst später im Gespräch sagte er ,Wir sind PEGIDA!'"

Daraufhin lehnte sie sofort ab!

"Der Grund ist einfach", so Frau Franke weiter. "PEGIDA ist in meinen Augen keine demokratisch verfasste Bewegung. Ich halte sie sogar für gefährlich. Sie richtet sich gegen die ärmsten Menschen der Welt, denen nichts geblieben ist, außer dem nackten Leben.

Wir versorgen auch Flüchtlinge und Aslybewerber mit Lebensmitteln und möchten nicht, dass es dabei Probleme gibt. Wir wollen sie vor Diskriminierung schützen."

Außerdem will Edith Franke, die früher als Abgeordnete der LINKE im Sächsischen Landtag saß, klarstellen, dass es bei dem "telefonischen Angebot der PEGIDA nie um Geld ging. Immer nur um Lebensmittel."

Übrigens: Spenden sammeln darf die PEGIDA seit 19. Dezember ganz offiziell. Denn seit dem Tag ist PEGIDA als eingetragener Verein beim Registergericht Dresden registriert. Unter der Nummer VR 7750.

Foto: Oliver Killig


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