DREWAG-Chef warnt vor Kahlschlag im Energiesektor

Dresden - 338 Millionen Euro wollen DREWAG und ENSO allein im nächsten Jahr vor allem in und um Dresden investieren. Doch die fetten Jahre scheinen vorbei. In einem eindringlichen Appell nimmt DREWAG-Boss Frank Brinkmann (52) die Politik in die Pflicht, einen drohenden "Kahlschlag im Energiesektor" doch noch abzuwenden.

Noch hat er gut lachen, doch DREWAG-Boss Frank Brinkmann (52) warnt vor sinkenden Gewinnen.
Noch hat er gut lachen, doch DREWAG-Boss Frank Brinkmann (52) warnt vor sinkenden Gewinnen.  © Holm Helis

Konkret gemeint ist ein Vorhaben der Bundesnetzagentur, das Anlagevermögen (also alle Kraftwerke und Umspannwerke) der Energieriesen geringer zu bewerten.

Weil DREWAG und ENSO damit auf dem Papier "weniger wert" sind, entgehen Einnahmen von 37 Millionen Euro pro Jahr.

"Das sind im Vergleich über 500 Arbeitsplätze", mahnte Brinkmann auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang, der kurz vor der Verschmelzung stehenden Firmen.

Sein Appell an die anwesenden Politiker: "Wie sollen wir die Energiewende schaffen? Wie sollen wir weiter die ÖPNV-Verluste ausgleichen?

Bitte stoppen Sie diese Regulierung im Energiesektor!"

Unabhängig davon wird vorerst weiter kräftig investiert. Knapp 50 Millionen Euro fließen in den Ausbau des Glasfasernetzes. Über 28 Millionen Euro werden für eine bessere (und weiterhin stabile) Versorgung mit Wasser ausgegeben.

Der DREWAG- und ENSO-Boss: "Wir haben die vergangenen Hitzesommer mit der lang anhaltenden Dürre erlebt."

Titelfoto: Holm Helis

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