DRK fordert winterfeste Unterkünfte für Flüchtlinge in Griechenland

DRK-Präsident Rudolf Seiters.
DRK-Präsident Rudolf Seiters.  © Steffen Füssel

Berlin - Das Deutsche Rote Kreuz hat angesichts eisiger Kälte feste Unterkünfte für Flüchtlinge in Griechenland gefordert, die dort teilweise in Zelten leben müssen.

"Die strenge Winterkälte mit Temperaturen um die minus 15 Grad verschärft die ohnehin schwierige humanitäre Situation der Menschen in den Camps erheblich", beklagte DRK-Präsident Rudolf Seiters (79') in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Seit Schließung der Balkanroute harren nach seinen Angaben noch immer rund 62 500 geflüchtete Menschen, hauptsächlich Familien, in Griechenland aus. Viele befänden sich inzwischen seit rund acht Monaten in diesem Land und lebten "in täglicher Unsicherheit über ihre Zukunft".

Laut Seiters werden Schlafsäcke und Winterkleidung ausgegeben. Das DRK betreibe zudem seit Mitte März 2016 gemeinsam mit dem Finnischen Roten Kreuz zwei Gesundheitsstationen in zwei Camps in Nordgriechenland, wo 2000 Menschen betreut würden.

Allein in den vergangenen zwei Wochen hätten die Ärzteteams mehr als 500 Patienten behandelt, hauptsächlich wegen Erkältungserkrankungen.

Ein Flüchtling aus Pakistan versucht in einem schneebedeckten Flüchtlingslager nahe des Dorfes Vagiohori, etwa 45 Kilometer östlich von Thessaloniki, Feuer zu entfachen.
Ein Flüchtling aus Pakistan versucht in einem schneebedeckten Flüchtlingslager nahe des Dorfes Vagiohori, etwa 45 Kilometer östlich von Thessaloniki, Feuer zu entfachen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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