Dealer wollen Kinder abhängig machen und schenken ihnen erste Drogen

Pegnitz - Bei Razzien in Oberfranken und der Oberpfalz hat die Polizei sieben Personen vorläufig festgenommen, die in Drogenhandel mit Minderjährigen verwickelt sein sollen.

Die Polizei nahm die Dealer vorläufig fest. (Symbolbild)
Die Polizei nahm die Dealer vorläufig fest. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Wie die Polizei mitteilte, wurden am Dienstag in Pegnitz (Landkreis Bayreuth) und in Auerbach (Landkreis Amberg-Sulzbach) zehn Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht und Beweismittel sichergestellt.

Die Polizei geht davon aus, dass Dealer im jungen Erwachsenenalter zum Teil gezielt Kinder ab etwa 12 Jahren sowie Jugendliche angesprochen haben.

Sie überredeten die Minderjährigen, Drogen zu nehmen und an ihre Schulfreunde weiterzugeben. Erste Portionen Marihuana bekamen sie der Polizei zufolge geschenkt, für weitere ging das Taschengeld drauf.

Die Beamten ermittelten ein Netzwerk von Personen, die verdächtigt werden, verschiedene Drogen an Kinder und Jugendliche im Raum Pegnitz zu liefern.

Zu den verteilten Drogen gehörten den Angaben zufolge neben Marihuana auch Crystal Meth, Ecstasy, verschreibungspflichtige Aufputschmittel und Kräutermischungen.

Die erste Portion Marihuana gab's umsonst, danach mussten die Schüler bezahlen. (Symbolbild)
Die erste Portion Marihuana gab's umsonst, danach mussten die Schüler bezahlen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann dpa/lby

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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