Brennpunkt Bahnhof: Bekommen Crack-Junkies in dieser Stadt ein eigenes Areal?

Vor allem Crack-Junkies stellen ein Problem dar.
Vor allem Crack-Junkies stellen ein Problem dar.  © dpa/Boris Roessler

Frankfurt/Main - Geschäftsinhaber ergreifen die Flucht, Touristen machen einen großen Bogen: Das Bahnhofsviertel in Frankfurt am Main hat seinen Ruf weg und der ist nicht gerade positiv.

Seit Langem schon lungern dort immer mehr Drogensüchtige rum, belästigen Kunden und Passanten. Vor allem Crack-Abhängige fallen immer wieder durch ihre aggressiven Ausbrüche auf.

Oliver Strank, Ortsvorsteher im Ortsbeirat 1 (Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gallus, Gutleut), will dem ein Ende setzen. Mit einem Pilotprojekt will er ein Crack-Konsum-Areal in einer Räumlichkeit errichten, berichtet die Frankfurter Neue Presse. Dieses Gebäude soll noch durch Ortstermine im Bahnhofsviertel gefunden werden.

Als eine Art Leitmodell dient das Hamburger Areal „Drob Inn“, das in der Nähe des dortigen Hauptbahnhofs täglich rund 20 Stunden geöffnet hat. Dabei können sich dort schon mal bis zu 200 Konsumenten gleichzeitig einfinden mit durchschnittlich 520 Nutzungen pro Tag.

Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) reagierte ablehnend, da er einen rechtsfreien Raum fürchtet. Ortsvorsteher Strank jedoch setzt dem entgegen: Eine Überwachung sowie die soziale und wissenschaftliche Begleitung sollen für Kontrolle sorgen. Zusätzlich würde man Hilfsangebote zum Ausstieg aus der Sucht bereitstellen.

Doch Kritik und Zweifel hageln von allen Seiten. Zunächst werde man weiter auf die Tagesruhebetten und Rauchplätze in den Einrichtungen in der Elbe-, Nidda- und Schillstraße zurückgreifen.

Ob das Crack-Konsum-Areal doch noch umgesetzt wird, bleibt also abzuwarten.

Brennpunkt Hauptbahnhof und Umgebung: Frankfurt kämpft gegen Drogenkonsum.
Brennpunkt Hauptbahnhof und Umgebung: Frankfurt kämpft gegen Drogenkonsum.  © dpa/Boris Roessler

Titelfoto: dpa/Boris Roessler


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