Drogen hinter Gittern: Gefängnisse bekommen eigene Spürhunde

Heilbronn - Im Kampf gegen Drogenschmuggel hinter Gittern erhalten vier Gefängnisse im Südwesten ab April 2020 eigene Spürhunde.

Die Justizvollzugsanstalt in Heilbronn.
Die Justizvollzugsanstalt in Heilbronn.  © Fabian Sommer/dpa

Die vier Tiere werden mit jeweils einem Hundeführer fest in den Justizvollzugsanstalten (JVA) in Bruchsal, Freiburg, Ravensburg und Heilbronn eingesetzt, wie "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" (Freitag) berichteten.

Bei Bedarf können aber auch andere Gefängnisse die Tiere ausleihen. Derzeit werden die vier Hunde noch in der JVA Ravensburg ausgebildet.

Ein Sprecher des Justizministeriums sagte auf Anfrage, es handele sich um eine zusätzliche Maßnahme im Kampf gegen den Besitz und Schmuggel von Betäubungsmitteln im Vollzug. Das sei eine Daueraufgabe.

Justizminister Guido Wolf (CDU) sagte den Zeitungen: "Unsere Hunde werden dank ihres herausragenden Geruchssinns in der Lage sein, Drogen in Verstecken und selbst an Personen zuverlässig zu entdecken." Schon jetzt werden Rauschgiftspürhunde in Gefängnissen in Baden-Württemberg eingesetzt. Diese würden aber im Einzelfall bei Zoll und Polizei angefordert, erklärte der Ministeriumssprecher.

Wird ein Spürhund über einen Zeitraum von acht Jahren eingesetzt, kostet er dem Bericht zufolge rund 50.000 Euro - darunter Kosten für Futter und Ausbildung der Tiere.

2018 wurden demnach in Gefängnissen im Südwesten insgesamt 1011 Gramm der gängigsten Betäubungsmittel sichergestellt - zum Beispiel Haschisch, Marihuana und Kokain.

Ein Drogenspürhund sucht in der JVA Köln nach Drogen.
Ein Drogenspürhund sucht in der JVA Köln nach Drogen.  © Federico Gambarini/dpa

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