In ihrer Vagina: Sie wollte ihrem Freund Drogen in den Knast schmuggeln

Intimes Versteck: Heike S. (42) wollte ihrem Freund Drogen in den Knast 
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Intimes Versteck: Heike S. (42) wollte ihrem Freund Drogen in den Knast schmuggeln.  © Ove Landgraf

Dresden - Sie wollte ihrem Freund Drogen in den Knast schmuggeln. In ihrer Vagina. Doch Heike S. (42) wurde rechtzeitig verhaftet.

Und das ist nicht ihre einzige Straftat. Laut Anklage klaute sie über 200 Briefe, um an Geld zu kommen. Jetzt hockt die Kauffrau deshalb vorm Amtsrichter.

Im Februar sollte der Schmuggel über die Bühne gehen: Crystal und Marihuana hatte Heike in einem Plasteröhrchen versteckt. Das führte sie sich ein, wollte die Drogen beim Besuch im Knast am Hammerweg ihrem damaligen Freund bringen.

Doch vor der eigenen Haustür klickten Handschellen. Denn Heike war als „Postdiebin“ identifiziert worden: Sie soll per Generalschlüssel aus Postablagekästen (über 1000 gibt es im Stadtgebiet) Briefe geklaut haben. Vor allem zur Weihnachtszeit.

Daraus nahm sie sich Bargeld, Konzert-Tickets oder Geldkarten, warf den „Rest“ in den Müll: Fotos, Versicherungsunterlagen, Arge-Bescheide, CDs oder Bücher, Weihnachtsgrüße.

Mit den erbeuteten EC-Karten wurde für 7000 Euro eingekauft. Im Februar kam sie dann tatsächlich in die JVA. Aber in eigener Sache und freilich ohne Drogen.

Die mehrfach Vorbestrafte will sich beim nächsten Prozesstag äußern. Die Post hat inzwischen ihr Schließsystem umgestellt, um die Briefe vor Diebstahl zu schützen.

Titelfoto: Ove Landgraf


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