Drogen werden immer schlimmer! Jetzt müssen Polizisten geschützt werden

Die gefährliche Hyper-Droge Carfentanyl fordert immer mehr Tote - nicht nur bei direkten Konsumenten.
Die gefährliche Hyper-Droge Carfentanyl fordert immer mehr Tote - nicht nur bei direkten Konsumenten.  © DPA

USA - Drogen sind leider nach wie vor auf dem Vormarsch. Nicht nur die Menge der beschlagnahmten Substanzen ist besorgniserregend, auch die Stärke und damit die Wirkung ist bedenklich.

Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Drogen-Konsumenten selbst, sondern auch auf die Arbeit der Polizei. Denn schon kleinste Spuren der neuen Teufels-Drogen können für die Beamten zu schweren Verletzungen führen. Für die Arbeit der Polizisten bedeutet das, sie müssen sich schützen! Denn kleinste Mengen der neuen Substanzen führen zu Verletzungen oder können tödlich sein. Dabei genügt der bloße Hautkontakt.

Synthetische Opioide wie "Carfentanyl" und "Fentanyl" stehen derzeit im Mittelpunkt der gefährlichen Drogenepidemie, die in den USA auf dem Vormarsch ist.

Vor allem "Carfentanyl" ist derart wirksam, dass es zur Betäubung von Elefanten eingesetzt wird.

Das Opioid Carfentanyl wirkt fünf Millionen Mal stärker als Morphin, sagt Professor Hugo van Aken vom Universitätsklinikum Münster. In Deutschland werde Carfentanyl verwendet, um Tiere in der Wildnis per Injektion zu betäuben.

Schon der Hautkontakt zu Carfentanyl kann tödlich sein.
Schon der Hautkontakt zu Carfentanyl kann tödlich sein.  © DPA

Fentanyl selbst wird in Deutschland als Narkosemittel injiziert, aber auch als Schmerzmittel eingesetzt. Es macht müde und kann als Nebenwirkung zu Übelkeit und Erbrechen führen. Bei gleichzeitigem Sauerstoffmangel oder in sehr hohen Dosen kann es zu Herzstillstand kommen.

Wie welt.de schreibt, setzen sich Polizisten schon bei geringem Kontakt zu den neuen Drogen großer Gefahr aus: "Mein Gesicht fühlte sich an, als würde es brennen. Ich fühlte mich extrem benommen, mir war schwindelig", beschreibt ein Polizist seinen Einsatz. "Ich stand da und dachte: Mein Gott, ich war gerade Carfentanyl ausgesetzt."

In den USA werden Polizeibeamte nun überall mit dem Gegenmittel "Naloxon" ausgestattet – und immer häufiger müssen Sanitäter es auch Kollegen oder sogar sich selbst verabreichen. Opioid-Abhängige bekommen kaum Therapien. Deshalb hatte die Obama-Regierung unter anderem den Zugang zu einem Mittel namens "Naloxon" erleichtert, das bei Überdosierungen im Notfalleinsatz Leben rettet. Anfang Mai musste ein Beamter in Ohio mit einigen Gaben Naloxon wiederbelebt werden, nachdem er in einer Polizeistation Spuren eines weißen Pulvers mit der bloßen Hand weggewischt hatte.

"Für uns in der Polizeiarbeit ändert sich alles", betont der Beamte weiter. "Wir müssen täglich neu bewerten, was wir tun. Ich möchte keinen Polizisten verlieren und schon gar nicht wegen etwas, das die Größe eines Salzkorns hat.“

Polizisten führen jetzt größere Mengen Naloxon mit sich – statt bisher ein Milligramm sind es jetzt bis zu vier Gramm.

Titelfoto: DPA


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