Dealer geschnappt: Zoll lässt Boten drei Drogenpakete ausliefern

Zollfahnder aus Hannover nahmen am Montag zwei Männer in Bielefeld fest. (Symbolbild)
Zollfahnder aus Hannover nahmen am Montag zwei Männer in Bielefeld fest. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Bielefeld - Dass aus Griechenland Wein und Oliven kommen, ist den meisten ja schon bekannt. In den drei Paketen, die der griechische Zoll bereits Anfang Mai in Sparta feststellte, war jedoch eine ganz andere und nicht gerade typisch griechische "Spezialität".

Adressiert war die Paketsendung, in der sich etwa 50 Kilo Marihuana befanden, an einen 59-jährigen Deutschen im ostwestfälischen Bielefeld. Als der Paketbote dann am Montag die Sendung auslieferte, wurde er schon vor der Tür erwartet.

Allerdings nicht vom Adressaten, sondern von dessen 53-jährigen Bruder und einem 52-jährigen Mann mit italienischen Wurzeln. Als die beiden gerade dabei waren, die drei Pakete in ein Auto zu verladen, griffen die Zollfahnder des Zollfahndungsamts Hannover zu und nahmen sie zu ihrer großen Überraschung vorläufig fest.

Statt des erhofften Geldsegens durch den Verkauf des Marihuanas erwartet beide nun ein amtliches Strafverfahren. Denn auf die Einfuhr einer solchen Menge Rauschgift steht eine Mindeststrafandrohung von 2 Jahren.

Die sachbearbeitende Staatsanwaltschaft Bielefeld hat für die beiden Beschuldigten Haftbefehle beim zuständigen Amtsgericht beantragt.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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