Dieser Landwirt erhält regelmäßig Drohbriefe

Stefan Schmidt (24) macht sich nach den Drohbriefen schon Gedanken.
Stefan Schmidt (24) macht sich nach den Drohbriefen schon Gedanken.

Bad Oeynhausen - Den dritten Drohbrief in zehn Wochen hat Schweinemäster Stefan Schmidt mittlerweile bekommen. Und immer wieder wird er als "Tierquäler" und "Umweltverschmutzer" beschimpft. Inzwischen reicht es dem 24-Jährigen.

In seinem Briefkasten fand er sein erstes Drohschreiben. Anderthalb Wochen später erhielt er den zweiten Brief. In dem stand: "Warte nur, bis wir bei dir mit Kameras waren und Missstände aufdecken".

Am 25. August dann die traurige Wahrheit. Unbekannte brachen in einen Schweinestall in Dehme ein, der unter anderem von Schmidt betreut wird. Auf 950 Mastschweine muss er in diesem Stall achten.

Da bei dem nächtlichen Einbruch nichts gestohlen wurde, gehen Schmidt und zwei weitere Landwirte davon aus, dass es sich bei den Einbrechern um militante Tierschützer handelt, die in dem Stall Fotos machen wollten, um diese später zu veröffentlichen.

"Wir haben uns allerdings nichts vorzuwerfen", sagte Rainer Meyer, einer Landwirte, gegenüber der Neuen Westfälischen und fuhr fort: "Unsere Tiere werden vernünftig gehalten.“

Anfang dieser Woche bekam der junge Landwirt dann einen dritten anonymen Brief. "Als Mörder und Tierquäler" bezeichnete der anonyme Autor den 24-Jährigen und drohte ihm: "Noch stehst Du da und lächelst. Noch."

"Da macht man sich schon Gedanken, was noch kommen kann", erklärte Schmidt.

Alle drei Briefe zeigte er bei der Polizei an, die zudem wegen Einbruchs, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs ermittelt.

Auch sie geht davon aus, dass es sich um militante Tierschützer handeln könnte, die hinter den Briefen und dem Einbruch stecken. Noch gäbe es allerdings keine konkreten Hinweise erklärte sie.


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