Drohnen-Alarm und vereiste Maschinen: Verspätungen und Ausfälle zu Ferienbeginn

Berlin - Weil unerwartet viele Flugzeuge am Morgen von Eis befreit werden mussten, sind am Montag Dutzende Maschinen an den Berliner Flughäfen verspätet gestartet - einige fielen auch aus.

Am Flughafen Tegel musste viele Maschinen enteist werden. (Symbolbild)
Am Flughafen Tegel musste viele Maschinen enteist werden. (Symbolbild)  © Arne Immanuel Bänsch/dpa

14 Starts und Landungen seien gestrichen worden, sagte ein Flughafensprecher auf Anfrage. 50 Abflüge und Ankünfte seien verspätet gewesen. Zum Mittag hatte sich die Lage demnach aber wieder normalisiert.

Insgesamt 29 Maschinen hätten am Morgen enteist werden müssen, sagte ein Sprecher des zuständigen Dienstleisters Wisag. Weil die Wintersaison offiziell erst Anfang November beginnt, hätten nur zwei Fahrzeuge zur Verfügung gestanden. Es sei zu Staus gekommen, Flüge wurden gestrichen.

In den kurzen Herbstferien konzentriere sich der Ansturm auf die Berliner Flughäfen auf deutlich weniger Tage als etwa während der Sommerferien, sagte der Flughafen-Sprecher. Insgesamt rechneten die Airports für die zwei Wochen mit rund 2,2 Millionen Passagieren. Der verkehrsreichste Tag werde für den 18. Oktober erwartet. Dann stellen sich die Betreiber auf rund 140.000 Reisende in Tegel und Schönefeld ein.

Kurze Aufregung herrschte in Tegel dann auch am Nachmittag. Dort ist eine Drohne gesichtet worden - zu Einschränkungen für die Passagiere kam es deshalb aber nicht. Ein Pilot habe die Drohne am Stadtrand gesichtet, der Flugverkehr sei daraufhin für wenige Minuten unterbrochen worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung auf Anfrage. Auswirkungen auf die Abläufe habe das keine gehabt. Weitere Sichtungen seien nicht gemeldet worden.

Ob die Drohne im Zusammenhang mit den Klimaprotesten der Bewegung Extinction Rebellion stand, wurde zunächst nicht bekannt. Die Aktivisten hatten am Montag in mehreren europäischen Großstädten wichtige Verkehrsknotenpunkte besetzt, um auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen. Unklar war, ob dabei auch die Berliner Flughäfen Ziel von Aktionen werden sollten.

Eine Drohne hatte keine Auswirkungen auf die Abläufe in Tegel. (Symbolbild)
Eine Drohne hatte keine Auswirkungen auf die Abläufe in Tegel. (Symbolbild)  © Annette Riedl/dpa

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