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Diese Drohne ist ein Wespen-Bomber

Dresden - Drohnen können viel mehr als nur spionieren und transportieren. Ein Dresdner Unternehmer setzt die unbemannten Flugobjekte jetzt deutschlandweit erstmalig zur biologischen Schädlingsbekämpfung auf Maisfeldern ein.
Die Drohne von Dr. Axel Weckschmied (56) ist 10.000 Euro teuer, 550 Watt stark und fünf Kilo schwer.
Die Drohne von Dr. Axel Weckschmied (56) ist 10.000 Euro teuer, 550 Watt stark und fünf Kilo schwer.

Von Uwe Blümel

Dresden - Es könnte eine Szene aus einem Science- Fiction-Film sein: An einem Feldrand am Rande von Dresden steigt plötzlich eine Drohne mit sechs Rotoren majestätisch in die Höhe. Zum Abschied flackern rote und grüne Lämpchen auf.

Dann dreht die Drohne ab und zieht stupide surrend Kreise über einem Maisfeld. An Bord des unbemannten Flugobjektes schlummert eine biologische Waffe: 500 weiße, murmelgroße Kügelchen.

In jeder von ihnen verstecken sich 2 200 Trichogramma-Soldaten. Das sind Larven einer Schlupfwespenart, die in dem runden Kokon auf ihren Einsatzbefehl warten. Leibspeise der hungrigen Wespenlarven sind die Eier des bei Bauern gefürchteten Maiszünslers, der ihre Maisfelder befällt.

Wurde die in Kugeln abgepackte Luftfracht von der Drohne abgeworfen, kriechen die Wespen-Larven durch zwei Löcher im Kokon; danach immer entlang der Maisblätter.

Im Inneren der Düngerkugeln befinden sich 2200 Schlupfwespenlarven.
Im Inneren der Düngerkugeln befinden sich 2200 Schlupfwespenlarven.

Auf ihrem Weg stürzen sie sich auf jedes Zünsler-Ei, das ihnen in die Quere kommt. Ihre Gefräßigkeit vernichtet dabei ganz biologisch den Schädlingsnachwuchs.

Dr. Axel Weckschmied (56) von der Dresdner Firma Agripilots bringt die Drohnen in die Luft.

Seine „Kriegsflotte“ besteht aus einem Geschwader von vier identischen Drohnen (jede 10 000 Euro teuer). Sie sind bislang vor allem für Maisbauern in Baden-Württemberg im Einsatz: „Dort sind bis zu 80 Prozent der Maisanbauflächen befallen.“

Vor seinen Feldeinsätzen füttert Weckschmied seine Drohnen mit den Daten der Maisfelder - Länge, Breite, Hindernisse wie Strommasten oder Gebäude. Dann fliegt die Drohne das Feld netzmusterartig ab - bis zu 25 km/h schnell, rund zehn Meter hoch.

„Im Abstand von zehn Metern wird vollautomatisch je eine Kugel abgeworfen.“ Die 500 Wespen-Kokons reichen zur Schädlingsbekämpfung eines fünf Hektar großen Feldes. Nach 18 Minuten Flugzeit muss der Biowaffen- Flieger am Boden neu aufmunitioniert werden - mit neuen Kugeln und neuen Akkus.

Mit dieser Technik wird vorprogrammiert, welche Bahnen die Drohne zu fliegen hat.
Mit dieser Technik wird vorprogrammiert, welche Bahnen die Drohne zu fliegen hat.

Bislang mussten die Bauern mit speziellen Stelzentraktoren durch den bis zu zwei Meter hohen Mais fahren oder zum Düngen zu Fuß durch die Maisfelder laufen.

„Weil Maisblätter scharf wie Messerklingen sind, kamen sie oft ganz zerschnitten nach Hause“, weiß Weckschmied. Den Maisbauern kostet der neuartige Biowaffeneinsatz samt Wespenlarven- Kugeln insgesamt 65 Euro je Hektar.

Weckschmied: „So teuer ist in etwa auch die bislang zumeist eingesetzte chemische Keule gegen den Maiszünsler.“ Bleiben zwei Fragen: Was hat es mit den blinkenden Lampen an der Drohne auf sich?

Weckschmied: „Die grünen Lichter zeigen an, wo bei der Drohne vorn ist. Die roten blinken hinten. Das ist für den steuernden Piloten auf der Erde wichtig.“

Und was passiert später eigentlich mit den wohlgenährten Wespen? „Die sind harmlos und gehen ein.“

Maiszünsler haut die stärkste Pflanze um

Noch ehe der Maiszünsler seine volle Pracht entfaltet, hat er als Raupe jede Menge Schaden angerichtet.
Noch ehe der Maiszünsler seine volle Pracht entfaltet, hat er als Raupe jede Menge Schaden angerichtet.

Der Maiszünsler ist ein Kleinschmetterling mit einer Flügelspannweite bis zu 3,4 Zentimetern.

Seine Raupen fressen jährlich weltweit etwa 4 Prozent der Maisernte auf.

Dabei schwächen sie durch ihre Fraßgänge die Standfestigkeit der Pflanze. Der Maiszünsler zerfrisst auch die Stängelknoten, so dass die Maispflanzen förmlich einknicken.

Gegen den Schädling ist zwar kein Kraut gewachsen.

Doch die Larven der Schlupfwespe fressen die Eier des Maiszünsler auf, noch bevor sich daraus die gefräßigen Raupen entwickeln können.

Die kleinen Flieger können noch viel mehr

René Micknass (46) braucht für seine Drohne eine spezielle Aufstiegserlaubnis für Strommasten und muss zum Aufstieg Helm und Schutzweste tragen.
René Micknass (46) braucht für seine Drohne eine spezielle Aufstiegserlaubnis für Strommasten und muss zum Aufstieg Helm und Schutzweste tragen.

René Micknass (46) aus Dresden hilft Energieunternehmen wie zuletzt EON, neue Stromleitungen zwischen Strommasten zu verlegen. Bislang waren dafür teure Hubschraubereinsätze oder solche von Armbrustschützen nötig.

Jetzt fliegt seine Drohne ein handelsübliches Erntegarn aus stabilem Polyester (wird sonst für Strohballen verwendet) 60 bis 80 Meter hinauf zu den Starkstrommasten. Dort wird das Erntegarn von einem Kletterer eingehakt. So müssen keine zwischen den Strommasten liegenden Straßen oder Bahnstrecken gesperrt werden.

Micknass: „An dem Garn wird später eine Vorleine und dann das eigentliche Stromkabel hochgezogen.“ Später fließen bis zu 360 000 Volt durch diese Kabel.

Weitere Einsatzmöglichkeiten:

  • Amazon will Drohnen zum Ausliefern von Bestellungen einsetzen. 
  • Ein Dresdner Pizzabäcker will seine Pizzen mit Drohnen ausliefern.
  • Stromunternehmen lassen Schäden an Stromkabeln nach Blitzeinschlägen oder Blitzeis durch Drohnen-Kameras auskundschaften. 
  • Bauern oder Immobilienfirmen lassen Grundstücke mit Drohnen aus der Luft vermessen.
  • Archäologen lassen mithilfe von Wärmebildkameras auf Drohnen nach Schätzen unter der Erdoberfläche fahnden.
  • Eigenheimbesitzer lassen sich von Drohnenkameras Bilder ihrer Grundstücke schießen. 
  • Bauträger dokumentieren durch Drohnen Baufortschritte auf Großbaustellen für ihre Auftraggeber.

Fotos: Ove Landgraf; privat

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