Rallye am Himmel! Diese Drohnen rasen zur Meisterschaft

Die „Counterclockwise“-Mitglieder Kay Neumann (30, l.), Mac Stelzner (26, M.) und Sebastian Tscheuschler (26, r.) zeigen MOPO24 ihre Flugdrohnen.
Die „Counterclockwise“-Mitglieder Kay Neumann (30, l.), Mac Stelzner (26, M.) und Sebastian Tscheuschler (26, r.) zeigen MOPO24 ihre Flugdrohnen.

Von Martin Friedemann

Limbach-Oberfrohna - Motorsport hat nicht immer was mit qualmenden Reifen zu tun! Ein neuer Trend ist „FPV Racing“ - Rallye am Himmel mit Quadrocopter-Flugdrohnen.

Die Drohnen werden per Funk gesteuert, die von der Bordkamera übertragenen Bilder geben Orientierung. Das regionale Team „Counterclockwise“ (18 Mitglieder) zeigte MOPO24 am Stadtrand von Limbach-Oberfrohna waghalsige Flugmanöver.

„Sie sollten sich besser hinsetzen“, sagt Sebastian Tscheuschler (26) zu Reporter Martin Friedemann (28). Beide sehen auf Helm-Bildschirmen die Quadrocopter-Bewegungen wie in einem Cockpit.

Darauf erscheint kurz das Signal „Armed“ - und schon hebt eine Drohne (30 Zentimeter Durchmesser) ab.

So sehen die FPV-Drohen-Piloten während des Fluges aus: Über die brillenartigen Kamera-Helme empfangen sie die Flugbilder.
So sehen die FPV-Drohen-Piloten während des Fluges aus: Über die brillenartigen Kamera-Helme empfangen sie die Flugbilder.

Sofort legt Pilot Tscheuschler einen Rückwärts-Looping ein, knapp zehn Meter über Boden.

Danach steuert er im schnellen Slalom um eine Baumgruppe und schlängelt die Drohne um einen Jägerstand.

Am Steuerort in 50 Meter Entfernung sprudelt das Adrenalin.

„Laut Gesetz muss ,auf Sicht‘ geflogen werden. Eigentlich sind Flughöhen bis 500 Meter möglich. So weit oben gefährdet man aber den Luftverkehr“, sagt „Counterclockwise“-Mitglied Marco Stelzner (26).

Sebastian Tscheuschler schwärmt von der Technik: „Kurzzeitig können wir Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern in der Stunde erreichen. Für Einsteiger gibt es gute fertige Modelle ab 500 Euro.“ Die Modelle bestehen fast komplett aus Carbon.

„Counterclockwise“ bereitet sich derzeit auf die Deutsche Meisterschaft im ostsaarländischen Bexbach (29. bis 30. August) vor.

Als Vorrunde richtet das Team vom 8. bis 10. Juli im Limbacher Waldstadion die erste sächsische Meisterschaft im „FPV Racing“ aus. Anmeldungen werden noch bis 23. Juni angenommen (www.kamikatze-fpv.de).

Spaß am Basteln: Kay Neumann (30, l.) und Sebastian Tscheuschler (26) machen die kamerabestückten Drohnen startklar.
Spaß am Basteln: Kay Neumann (30, l.) und Sebastian Tscheuschler (26) machen die kamerabestückten Drohnen startklar.

Fotos: Uwe Meinhold


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