Nach gefährlichem Pilz-Befall: 80 Bäume in Dresden werden gefällt

Dresden - Den Dresdner Ahornbäumen stehen schwere Zeiten bevor. Der Grund: Die Rußrindenkrankheit, bei der ein Pilz die Bäume befällt, schwächt und tötet. 80 von ihnen müssen nun gefällt werden.

Die Schleimflussflecken am Stamm zeigen deutlich: Dieser Ahorn leidet an der Rußrindenkrankheit - und wird wohl nicht mehr lange stehen.
Die Schleimflussflecken am Stamm zeigen deutlich: Dieser Ahorn leidet an der Rußrindenkrankheit - und wird wohl nicht mehr lange stehen.  © Eric Münch

Die Fällungen der kranken Ahornbäume haben Montagvormittag an der Lennéstraße begonnen: 22 Gehölze werden die nächsten Tage dort nicht überstehen. Mehr als Totholz sind die Bäume an der Cockerwiese aber ohnehin nicht mehr. Sie sind durch Pilzbefall - die sogenannte Rußrindenkrankheit - bereits abgestorben und stellen durch ihre Bruchgefährdung ein Verkehrsrisiko dar.

Wer den Baumpflegern begegnet, darf sich über deren Alien-haftes Äußeres nicht wundern: Da die Sporen des Pilzes beim Menschen Atemnot verursachen können, bringen die Fachleute die Ahornbäume in kompletter Schutzkleidung zu Fall. Sind die Gehölze erst einmal am Boden, werden sie unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen abtransportiert.

Auch in der Ammonstraße und im Leutewitzer Park werden Ahornbäume gefällt - bis von allen 80 Exemplaren nur noch Baumstümpfe übrig sein werden. Ersatz ist erschreckenderweise nicht in Sicht: Obwohl Bäume ein wichtiger Faktor für ein besseres Stadtklima sind, wird Dresden an allen drei Standorten auf Neupflanzungen verzichten. Als Grund wurden stadtplanerische Veränderungen genannt.

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